Hart, aber herzlich. - Formen in Mailand.

Bei der Wahl der Formen herrscht die Anziehungskraft des Gegensatzes: kubische, konstruierte Härte kombiniert mit weichen, skulpturalen Formen. Besonderes Stilmittel ist der Schnitt. Er teilt, bricht auf, lässt frei. Die klare Formensprache der Achtziger wird neu interpretiert durch die Verwendung von verspielten, kräftigen Farben, die an die 70er Jahre erinnern, so gesehen z.B. bei Kartell. Auch Citterio greift in seiner Formensprache die Achtziger auf - er bleibt jedoch bei den Farben hart im Kontrast.

Mit einem markanten Gegensatz zu diesen Kontrasten warten Unternehmen wie B & B und Driade auf: Hier werden kantige Formen mit weichen, fließenden und natürlichen Formen und Dekors kombiniert. Der Driade-Showroom setzt seine Neuheiten ganz clean und jungfräulich in zarten Schnee: Tokyo-Pop von Tokujin Yoschioka und BO von Philippe Starck. Anderenorts präsentiert sich eine geschwungene Récamiere im braunen Leopardenmuster.

Ein gänzlich eigenständiger Auftritt gelingt Armani Casa. Das Entree des "Armani teatro" überzeugt mit einer minimalistischen Architektur von Tadao Ando. Hier dominieren klassische Elemente, teilweise mit zarten Anleihen an Alvar Aalto, jedoch eigenständig interpretiert. Armani besticht ungemein, auch wenn das Set äußerst kühl daher kommt - die Marke wird hier unmittelbar spürbar. Armanis Devise lautet "unprätentiös prätentiös".

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