
- Am 17.11.2004 wird Rem Koolhaas 60 Jahre alt

- Hauptsitz von Central Chinese Television CCTV, geplante Fertigstellung 2008

- Öffentliche Bibliothek in Seattle, Washington, USA

- McCormick Tribune Campus Center, IIT, Chicago: Der usprüngliche Bau stammt von Mies van der Rohe. Der gläserne Eingang zeigt deshalb ein sechs Meter hohes Portrait von ihm

- Da Europa eine einheitliche Bildsprache fehlt, präsentieren Rem Koolhaas und AMO in der Ausstellung "Das Bild Europas" einige Vorschläge. Hier: Barcode, 2004, der die Farben der einzelnen Flaggen aneinander reiht
18.11.2004
Happy Birthday, Rem Koolhaas!
Am 17. November wird Rem Koolhaas 60 Jahre alt. Der Architekt, der unter anderem 2000 mit dem Pritzker Prize ausgezeichnet wurde, engagiert sich für eine interdisziplinäre Arbeitsweise.
Rem Koolhaas wurde 1944 in Rotterdam geboren und verbrachte einige Zeit seiner Kindheit in Indonesien. Er arbeitete als Journalist und Drehbuchautor, bevor er 1968 in London sein Architekturstudium begann. Koolhaas ging danach für drei Jahre nach New York und kehrte dann 1975 nach London zurück, wo er zusammen mit Madelon Vriesedorp, Elia Zenghelis und Zorp Zenghelis das Architekturbüro Office for Metropolitan Architecture (OMA) gründete. Mit der Veröffentlichung meherer architekturtheoretischer Schriften, Lesungen und der Beteiligung an Kommissionen spielt das OMA seit seiner Gründung eine wichtige Rolle in der weltweiten Architekturdiskussion. Zu den Bauten des OMA zählen die Kunsthalle in Rotterdam, der Lille Grand Palais, das Seoul National University Museum, die Niederländische Botschaft in Berlin und die Erweiterung des Illinois Institute of Technology in Chicago. Koolhaas ist seit 1995 Professor für Architekturpraxis und Städtebau an der "Graduate School of Design" in Harvard. Dort unterrichtet er nicht Architekturgestaltung, sondern erforscht mit seinem ausgewählten Studentenkreis besondere Themen: Die Entwicklung des Pearl River Delta in China oder das Konsumverhalten der modernen Gesellschaft. Rem Koolhaas hat zahlreiche wichtige Auszeichnungen erhalten, darunter 2000 den Pritzker-Preis, der als Nobelpreis der Architektur gilt, und 2003 den renommierten japanischen Kunstpreis Praemium Imperiale.
Neben dem OMA gründete Koolhaas auch das entsprechende Gegenstück: Das Büro AMO überträgt die architektonischen und gestalterischen Konzepte auf andere Disziplinen und führt Studien durch. So entstehen nicht nur Zusammenarbeiten der beiden Büros, bei denen OMA für die Architektur und AMO für die Gestaltung der dazugehörigen Medien, Technologien und Werbekampagnen zuständig ist, wie beim Prada Shop in New York, San Fransisco und Los Angeles. Das AMO betreut auch eigene Projekte, wie etwa die neue Bildersprache für Europa in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, bei der der Entwurf "Barcode" eine hohe Aufmerksamkeit erzielt hat.





