
- Katalogserie „Crop“, Segura Inc., Chicago, USA

- „Stadt- und Bürgerkommunikation – Ein Corporate Identity–Konzept für die Stadt Wuppertal“, Nicolas Markwald & Nina Neusitzer, Wuppertal

- “Wörlitz. Ein Hort der Toleranz”, Heye & Partner, Unterhaching

- „Wer`s glaubt wird selig?“, Jäger & Jäger, Überlingen

- „Save your face!”, Daniel Janssen, Hamburg

- „www.slewe.nl“, Niels Schrader, Amsterdam
02.12.2004
Oskarstimmung in der Kommunikationsdesignszene
Freitag: Preisverleihung des red dot award: communication design
Der große Tag rückt näher: Sechs Nominierte fiebern der Preisverleihung des red dot award: communication design am kommenden Freitag entgegen. Denn erst während der Preisverleihung wird bekannt gegeben, wer von ihnen als Gewinner der beiden Sonderpreise red dot: grand prix und red dot: junior prize an diesem Abend im Rampenlicht der Branche stehen wird.
Flugtickets und Hotelzimmer sind gebucht und das Problem, was man wohl tragen sollte, wenn man im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen wird, haben die Nominierten weitgehend gelöst. Jetzt überwiegen erst einmal Aufregung und Vorfreude.
Insbesondere für Daniel Janssen, das Team Nina Neusitzer und Nicolas Markwald sowie Niels Schrader, die um den Preis für die beste studentische Arbeit, den red dot: junior prize, konkurrieren, birgt der Abend große Chancen: Sie werden als Nachwuchsdesigner die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf sich ziehen, was ihnen beim Start ins Berufsleben einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Absolventen verschaffen könnte. Darüber hinaus winkt dem Gewinner ein Preisgeld von 2.500 Euro, das die Allianz deutscher Designer (AGD) stiftet.
Doch auch für so erfahrene Designbüros wie Heye & Partner, Jäger & Jäger und Carlos Segura von Segura Inc., der eigens aus Chicago anreisen wird, ist allein schon die Nominierung für den red dot: grand prix eine große Auszeichnung. Unter 2.936 Einreichungen sind ihre Arbeiten als beste des ganzen Wettbewerbs für diesen Ehrenpreis vorgeschlagen. Sie alle hoffen, am Ende des Abends als strahlende Sieger auf der Bühne zu stehen und den Scheck über 10.000 Euro in Empfang nehmen zu können. Sponsor ist die Firma Krenzler Graf Biermann aus Essen, eine der Generalvertretungen der Allianz-Versicherung in Deutschland.
Die Preisträger werden am Freitag, 3. Dezember 2004, ab 18 Uhr in der Essener Philharmonie geehrt. Erwartet werden knapp 1.000 Persönlichkeiten aus der Designwelt. Anschließend wird im red dot design museum die Sonderausstellung „red dot award: communication design 2004“ eröffnet und danach bei einer Late Night Party in der „Kathedrale der Industriekultur“, dem atmosphärischen Schürerstand des Kesselhauses der Zeche Zollverein, in dem das red dot design museum beheimatet ist, bis tief in die Nacht weitergefeiert.
Der red dot design award wird vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen ausgeschrieben. Mit mehr als 4.500 Anmeldungen in den beiden Hauptkategorien red dot award: product design und red dot award: communication design ist er der größte internationale Designwettbewerb und gehört zu den renommiertesten weltweit.
Informationen zu den Nominierten für die Sonderpreise
Für den red dot: grand prix sind nominiert:
“Wörlitz. Ein Hort der Toleranz”, Heye & Partner, Unterhaching
Ziel der Anzeigenkampagne „Wörlitz. Ein Hort der Toleranz“, die 2003 von der Agentur Heye & Partner realisiert wurde, war es, den Bekanntheitsgrad des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, das seit 2000 Weltkulturerbe ist, zu steigern und mehr Besucher in diese Region zu locken. Die Motive spielen mit einer Verbindung von Naturaufnahmen des Gartenreiches Dessau-Wörlitz und der eindrucksvollen Geschichte der Region. Die Bilder des Fotografen Lutz Winkler aus Leipzig und die Texte von Karl Armer schaffen eine Synthese zwischen der Geschichte des Gartenreiches, die einzigartig durch seinen Erbauer Fürst Leopold III Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und dessen Werte wie Toleranz, Gleichheit und Freiheit geprägt ist, und der Gegenwart, in der diese Werte wieder sehr aktuell sind.
„Wer`s glaubt wird selig?“, Jäger & Jäger, Überlingen
Auftraggeber der Ausstellungsgestaltung „Wer`s glaubt wird selig?“ war das Zisterzienserstift Zwettl in Niederösterreich, das auf der Suche nach einem Gestaltungskonzept für eine Dauerausstellung in den stiftseigenen Gebäuden zum Thema „Wunder Jesu Christi“ war. In Zusammenarbeit mit theologischen Beratern und Historikern wurde das Thema der Ausstellung, die „Wunder Jesu Christi“, auf vielfältige Weise interpretiert, in die heutige Zeit hineingetragen und mit Lichtinstallationen stimmungsvoll in Szene gesetzt. Eine komplexe, infrarotgesteuerte Audioführung leitet die Besucher durch die Ausstellung im Gewölbe des alten Stifts und bietet permanent weiterführende Interpretationshilfen zu einzelnen Installationen.
Katalogserie „Crop“, Segura Inc., Chicago, USA
„CROP“ ist eine großformatige Katalogserie für Corbis Stock Photography.
Die Katalogserie zeichnet sich neben ihrer streng limitierten Auflage von 30.000 Exemplaren vor allem durch eine außergewöhnlich hohe Anzahl von verschiedenen Papierarten, Drucktechniken, variierenden Inhalten und qualitativ hochwertigen Bildern in einer speziell angefertigten Verpackung aus. Bislang wurden sieben Kataloge produziert.
Für den red dot: junior prize sind nominiert:
„Save your face!”, Daniel Janssen, Hamburg
Der Film „Save your face!“ ist ein fiktiver Social Spot für Amnesty International. Brutale Kriegsszenen reihen sich aneinander. Ein Soldat wird für seine „Verdienste“ mit Orden ausgezeichnet. Mit jedem Orden schwindet ein Stück von ihm. Er verliert sein Gesicht. Die raue Kriegs-Szenerie wird durch Sprühschablonen-Ästhetik unterstützt. Der verzerrte Background-Song „Amazing Grace“ betont die bedrückende Atmosphäre.
„Stadt- und Bürgerkommunikation – Ein Corporate Identity–Konzept für die Stadt Wuppertal“, Nicolas Markwald & Nina Neusitzer, Wuppertal
Nicolas Markwald und Nina Neusitzer haben in ihrer Diplomarbeit ein ganzheitliches Corporate Identity-Konzept für die Stadt Wuppertal erarbeitet. Die Idee dahinter war, die Kommunikationskultur der Stadt nach innen und außen durch ein neues Design bzw. virtuelles Erscheinungsbild zu verbessern, ihr Image zu stärken und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Städten zu behaupten. Die Arbeit beinhaltet dementsprechend unterschiedlichste Aspekte, die das Thema Stadt- und Bürgerkommunikation betreffen: Angefangen bei einem neuen Corporate Design entwickelten die beiden u.a. ein neues Stadtlogo, Ge-schäftsausstattung, Urkunden, Strafzettel, Broschüren, Werbe- und Pressemittel, Schilder, ein Kommunikationsset für Neubürger und Orts-ansässige und einen Online-Bürgerservice mit mobilen Dienstleistungen der Stadt.
„www.slewe.nl“, Niels Schrader, Amsterdam
Der Designer Niels Schrader hat mit www.slewe.nl eine höchst innovative Internetseite geschaffen, die sich die Interaktion des Benutzers zum Thema gemacht hat. Diese Intention wird durch die Reduktion der Farbauswahl deutlich unterstützt. Die Seite wird im wesentlichen durch verschiedene Grautöne bestimmt, nur einzelne Informationen über ausgestellte Künstler sind durch Blau hervorgehoben. Frames gliedern die Seiten in ein Raster horizontaler und vertikaler Informationszellen, deren Lesbarkeit von der jeweiligen Flächengröße abhängig ist. Der Benutzer ist hier gefordert, durch Interaktion die verschiedenen Bildausschnitte zu vergrößern, Inhalte zu vervollständigen oder weiterführende Verknüpfungen sichtbar zu machen.





