Prof. Dr. Peter Zec im Bühnengespräch mit Kurt Weidemann
Der Gewinner des red dot: grand prix wird verlesen. Sponsor des mit 10.000 € dotierten red dot: grand prix ist die Essener Allianz-Vertretung Krenzler Graf Biermann. V.l.n.r.: Wilfried Klüners, Prof. Dr. Peter Zec und die Jurymitglieder Mervyn Kurlansky, Kurt Weidemann und Jean-Jacques Schaffner
...und der red dot: grand prix geht an Sun und Carlos Segura, Segura Inc., Chicago. Im Hintergrund von links nach rechts: Prof. Dr. Peter Zec, Mervyn Kurlansky, Kurt Weidemann, Jean-Jacques Schaffner, Guy-A. Schockaert
Daniel Janssen nimmt den Juniorpreis entgegen.
Feierliche Atmosphäre in der Essener Philharmonie
Gewinner des red dot: digital media ist das Designbüro Art+Com unter der Leitung von Professor Joachim Sauter.
Bei der anschließenden Ausstellungseröffnung und Late Night Party im red dot design museum wurde noch bis tief in die Nacht gefeiert.

04.12.2004

red dot award: communication design 2004

Spannungsgeladene Stimmung bei red dot-Preisverleihung

grand prix für amerikanisches Designbüro Segura

junior prize für Daniel Janssen aus Hamburg

Die Geduld von rund 1.000 Designern, Unternehmern und Designinteressierten aus aller Welt wurde am vergangenen Freitag Abend bei der Verleihung des red dot award: communication design in der Essener Philharmonie auf eine harte Probe gestellt: Beinahe zwei Stunden warteten sie gespannt auf den Moment, in dem die Gewinner der beiden Hauptpreise des Wettbewerbs bekannt gegeben würden.

 

Als es schließlich soweit war, konnte man den sechs Nominierten die Aufregung, gleichzeitig aber auch den Stolz deutlich ansehen. Die erlösenden Worte sprach dann Professor Dr. Peter Zec als Initiator des red dot design award und Leiter des Design Zentrums Nordrhein Westfalen: „...and the winners are... für den red dot: junior prize für die beste studentische Arbeit im Wettbewerb: Daniel Janssen und sein Social Spot „Save your face!“. Und der red dot: grand prix für die beste von 2.936 eingereichten Arbeiten überhaupt geht an das amerikanische Designbüro Segura Inc. für seine Katalogserie „Crop“.“ Die beiden Preisträger genossen ihren großen Auftritt vor der versammelten Kommunikationsdesignbranche sichtlich, ebenso wie die Schecks, die ihnen noch auf der Bühne überreicht wurden: Der Juniorpreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird vom AGD (Allianz deutscher Designer) gestiftet, für den Gewinner des red dot: grand prix gibt es sogar ein Preisgeld von 10.000 Euro, das in diesem Jahr von der Essener Firma Krenzler Graf Biermann, einer der größten Generalvertretungen der Allianz-Versicherung in Deutschland, gesponsert wurde. Auch bei der anschließenden Eröffnung der Sonderausstellung „red dot award: communication design 2004“ und der Late Night Party im red dot design museum standen Segura und Janssen weiter im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und ließen sich bis tief in die Nacht feiern. Carlos Segura: „Es ist eine große Ehre, bei einem der wichtigsten Designwettbewerbe unserer Branche die höchste Auszeichnung verliehen zu bekommen.“

Für den red dot: grand prix waren außerdem nominiert: Heye & Partner aus

Unterhaching für ihre Anzeigenkampagne „Wörlitz – Ein Hort der Toleranz“ sowie Jäger & Jäger aus Überlingen für ihre Ausstellungsgestaltung „Wer´s glaubt wird selig?“. Das Team Nicholas Markwald und Nina Neusitzer aus Wuppertal sowie Niels Schrader aus Amsterdam konkurrierten mit Daniel Janssen um den red dot: junior prize.

Insgesamt wurden beim red dot award: communication design von 2.936 eingereichten Arbeiten 198 mit dem Qualitätssiegel „red dot“ für hohe, weitere 31 mit dem „red dot: best of the best“ für höchste Designqualität ausgezeichnet.

Erstmalig in diesem Jahr wurde der Sonderpreis „red dot: digital media“ ausgelobt. Dieser Preis wird an die beste Arbeit unter allen Teilnehmern des Wettbewerbs im Bereich der digitalen Medien vergeben. Dazu zählen Arbeiten des Bereiches Multimedia wie Webseiten und CD-ROMs, aber auch Computergrafiken und Animationen, Trailer und Spots. Gewinner ist die interaktive Installation „floating.numbers“, die das Designstudio Art+Com für eine Sonderausstellung des Jüdischen Museums in Berlin realisiert hat.

Die Sonderausstellung „red dot award: communication design 2004“, in der alle im Wettbewerb ausgezeichneten Arbeiten gezeigt werden, ist noch bis zum 9. Januar 2005 im red dot design museum zu besichtigen.

Informationen zu den Gewinnern der Sonderpreise

Gewinner des red dot: grand prix:

Katalogserie „Crop“, Segura Inc., Chicago, USA

„CROP“ ist eine großformatige Katalogserie für Corbis Stock Photography.

Die Katalogserie zeichnet sich neben ihrer streng limitierten Auflage von 30.000 Exemplaren vor allem durch eine außergewöhnlich hohe Anzahl von verschiedenen Papierarten, Drucktechniken, variierenden Inhalten und qualitativ hochwertigen Bildern in einer speziell angefertigten Verpackung aus. Bislang wurden sieben Kataloge produziert. Gründer und Inhaber des Designbüros Segura Inc. ist Carlos Segura. Er ist gleichzeitig Creative Director der „CROP“-Kataloge. Nachdem er über zehn Jahre für bedeutende Agenturen wie HCM Marsteller, Young & Rubicam, DDB Needham und BBDO in Pittsburgh und Chicago gearbeitet hatte, gründete er 1991 eine eigene Firma, um einen kreativeren Zugang zum Design verwirklichen zu können.

www.segura-inc.com

 

Gewinner des red dot: junior prize:

„Save your face!”, Daniel Janssen, Hamburg

Der Film „Save your face!“ ist ein fiktiver Social Spot für Amnesty International. Brutale Kriegsszenen reihen sich aneinander. Ein Soldat wird für seine „Verdienste“ mit Orden ausgezeichnet. Mit jedem Orden schwindet ein Stück von ihm. Er verliert sein Gesicht. Die raue Kriegs-Szenerie wird durch Sprühschablonen-Ästhetik unterstützt. Der verzerrte Background-Song „Amazing Grace“ betont die bedrückende Atmosphäre. Die Jury zeigte sich tief beeindruckt: „Dem Gewinner des red dot: junior prize gilt unsere uneingeschränkte Anerkennung für diese eindrucksvolle Arbeit. Der Film ließ den Atem stocken in seiner präzisen, dramaturgischen und klaren Aussage. Deutlicher kann man die Sinnlosigkeit eines Krieges kaum darstellen.“ Daniel Janssen, geboren 1973, arbeitete als Graveurmeister in Düsseldorf und studiert seit 2000 Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Der Film ist eine Semesterarbeit. Neben dem Studium arbeitet Janssen in den Bereichen Print Design, Type Design und Screen Design im eigenen Büro für Gestaltung.

www.bfgjanssen.de