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06/03 2006:

Asien – Von der Produktpiraterie zur Designauszeichnung


Ergebnisse und Trends des red dot award: product design 2006

Die Entscheidungen in dem internationalen Designwettbewerb „red dot award: product design 2006“ sind gefallen: Von 2.068 eingereichten Produkten aus 41 Nationen wurden insgesamt 485 mit dem renommierten Qualitätssiegel „red dot“ für hohe, weitere 36 mit dem red dot: best of the best für höchste Designqualität ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet am 26. Juni 2006 im Essener Opernhaus, dem Aalto-Theater, statt.

 

„Der kreative Imperativ“: das Motto des diesjährigen Weltwirtschaftsgipfels in Davos rief die versammelten Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Politik dazu auf, kreativ auf globale Herausforderungen zu reagieren – eine Forderung, die umso mehr für produzierende Unternehmen gilt, die mit ihren Produkten am internationalen Wettbewerb teilnehmen. „Viele Unternehmen setzen bereits seit langem erfolgreich auf Innovation und Design, wenn es darum geht, sich von der Konkurrenz abzuheben und die eigenen Markenwerte zu transportieren“, so Professor Dr. Peter Zec, Initiator des red dot design award und Präsident des internationalen Designverbandes Icsid, „Kreativität allein reicht jedoch nicht aus, die Produkte müssen auch qualitativ sehr hochwertig sein. Und es ist nicht zuletzt Aufgabe des Designs, diese Qualität zu kommunizieren.“ Eine Auszeichnung in einem international renommierten Designwettbewerb wie dem „red dot design award“ ist ein wichtiger Indikator dafür, ob ein Produkt das Potenzial hat, international zu bestehen. Wie Qualität gepaart mit Kreativität punktet, das zeigen die Produkte, die jetzt beim red dot award: product design 2006 mit dem Qualitätssiegel „red dot“ für ihren hohen Designanspruch ausgezeichnet wurden.

 

Ergebnisse des Wettbewerbs
Die wachsende Bedeutung qualitativ hochwertigen Designs zeigt die aktuelle Bilanz des red dot award: product design 2006: So konnte der Wettbewerb nach 1.857 Einsendungen im Jahr 2005 in diesem Jahr die Rekordzahl von 2.068 Einreichungen aus insgesamt 41 Staaten verzeichnen. Angesichts der erkennbar gestiegenen Designqualität verlieh die international besetzte Jury in diesem Jahr in zwölf Kategorien insgesamt 485-mal den red dot, 36 Produkte erhielten den red dot: best of the best als Beste ihrer Kategorie.


Asien – Von der Produktpiraterie zur Designauszeichnung
Nachdem asiatische Unternehmen und Designer – mit Ausnahme von Japan - in den vergangenen Jahren vor allem durch so genannte Produktpiraterie von sich reden machten, scheint auch diese Region zunehmend eine eigene Designqualität zu entwickeln. Professor Dr. Peter Zec: „Die Beteiligung asiatischer Unternehmen an dem Designwettbewerb hat in diesem Jahr noch einmal deutlich zugenommen. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat sich die Zahl der eingereichten Produkte fast vervierfacht. Dies spricht dafür, dass vor allem die global agierenden asiatischen Unternehmen zunehmend erkennen, dass sie im internationalen Wettbewerb nicht auf Dauer nur auf niedrige Preise setzen können. Stattdessen wird die Qualität, die Markenbildung und eine eigene Produktkultur immer wichtiger, um auch Kunden aus den westlichen Industrienationen auf Dauer an die Marke zu binden.“ Dementsprechend lässt sich auch die Anzahl der red dots, die nach Asien gehen, sehen: 98 Produkte wurden beim red dot award: product design 2006 ausgezeichnet, hauptsächlich in der Produktgruppe Medien- und Unterhaltungselektronik. Zec: „Das bedeutet, dass sich westliche Wettbewerber auf harte Zeiten einrichten müssen und noch innovativer und mit mehr Kreativität agieren müssen.“

 

Beobachtungen der Juroren
Die Juroren zeigten sich beeindruckt angesichts des insgesamt ausgesprochen hohen Qualitätsniveaus der eingereichten Produkte, das sich mittlerweile quer durch alle Branchen ziehe. Selbst in früher unter Designgesichtspunkten eher stiefmütterlich behandelten Produktgruppen wie Medizin und Life Science sowie im Handwerk habe sich Design zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor entwickelt und sei mittlerweile nicht mehr wegzudenken.

 

In traditionell designaffinen Branchen wie etwa bei den Fahrzeugen oder Haushaltsgeräten habe sich der Einfluss von Design eher noch dahingehend verstärkt, dass innovative und teils auch futuristische Formen gefunden werden, die die hohe Technisierung auf diesen Gebieten gekonnt kommunizieren und den Weg in die Zukunft weisen.

 

Im Bereich der Medien und Unterhaltungselektronik hingegen sind die Geräte mittlerweile so komplex, dass das Design eher hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Hier setze die Kreativität derzeit noch die Grenzen, nicht die Technologie, so die Juroren. Allerdings erwarten die Designexperten hier in der nächsten Zeit den großen Durchbruch. Produkte wie der iPod Nano von Apple oder ein Projektor von LG zeigten, in welche Richtung es in Zukunft gehen könnte. 

 

Die Ehrengala: Preisverleihung am 26. Juni 2006, 18.00 Uhr
Die Ehrung der Preisträger findet mit der traditionellen feierlichen Preisverleihung im Essener Aalto-Theater ihren besonderen Rahmen. Wie in jedem Jahr werden auch diesmal zahlreiche Designgrößen mit Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Medien und Unterhaltung aus aller Welt zusammentreffen und in kulturellem Rahmen die Besten des Industriedesigns ehren. Bei der anschließenden Designers´ Night im red dot design museum können Preisträger und Gäste gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden feiern. 

 

Die Sonderausstellung im red dot design museum
Die preisgekrönten Produkte werden in der Sonderausstellung „Design on stage – winners red dot award: product design 2006“ vom 27. Juni bis zum 23. Juli 2006 im Essener red dot design museum auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein gezeigt. Das red dot design museum beherbergt mit über 1.000 Produkten auf über 4.000 Quadratmetern die größte ständige Ausstellung zeitgenössischen Designs weltweit.

 

Der red dot design award
Der red dot design award ist mit über 5.000 Einsendungen in seinen Disziplinen red dot award: product design, red dot award: communication design und red dot award: design concept einer der führenden und größten Designwettbewerbe weltweit. Seit 1955 wird herausragende Designqualität jährlich vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen in Essen ausgewählt und in einer Ausstellung offiziell gewürdigt.

 

 



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