René Chavanne
JustinCase

20.06.2006

Die besten Designer des red dot award: product design 2006: René Chavanne

Renè Chavanne will mit seinen Arbeiten verblüffen und etwas ganz besonderes schaffen. Mit der mobilen Bar „JustinCase“ setzte er diesen Vorsatz in die Tat um und erhielt für seinen außergewöhnlichen Entwurf einen red dot: best of the best. Uns teilte René Chavanne mit, was er über „Mobilität im Design“ denkt:

 

„Einfach nur einen Sessel zu fertigen, das wäre mir als Thema zu austauschbar. Ich möchte mit meinen Arbeiten verblüffen und versuche dabei, die Entwurfsparameter über die Funktionen zu definieren. Mit dem Thema „Mobilität“ fließen in meine Arbeiten spannende technische Faktoren ein. Das geht bis zur Entwicklung kleiner Konstruktionsdetails, die umgekehrt wieder das Gesamtdesign beeinflussen. Mir geht es bei meinen Arbeiten um eine Herangehensweise, die über eine rein ästhetische Gestaltung hinausgeht – eine Kombination aus ansprechendem Erscheinungsbild und funktionellen Lösungen finde ich viel interessanter. Und ganz abgesehen davon: Mobile, flexibel einsetzbare Produkte können ganz einfach auch wahnsinnig praktisch sein.“

In the mood – Form für ein Lebensgefühl
Eine Bar ist immer Ausdruck eines Lebensgefühls. Ob es in den 40er Jahren die spektakulären Jazzbars in Paris waren oder heute die kunstvoll inszenierten Cocktailbars in Mailand und New York – immer haben diese Bars etwas Mystisches, sind Ausdruck der urbanen Kultur und zentrale Orte der Kommunikation. Die Gestaltung von JustinCase knüpft an die Mystik einer Bar an und überträgt sie auf eine transportable Theke für Messen und Events. Die Gestaltung des Wiener Designers René Chavanne verleiht dieser mobilen Bar dabei eine klare, nahezu futuristisch anmutende Ästhetik. Der Koffer wird thematisch als Sinnbild für Mobilität aufgegriffen und verschmilzt als Symbol mit den Anforderungen einer Bar zu einer funktionellen Einheit.

Die gewählten Materialien erinnern in Verarbeitung und Formensprache bewusst an Flightcases. Die mobile Bar JustinCase lässt sich rasch zu einem Koffer zusammenklappen und kann mit nur 27 kg Gewicht leicht in einem Aufzug oder Pkw transportiert werden. Modular konzipiert, lässt sich die Bar mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug aufbauen. Die Bar kann nach Bedarf ergänzt und erweitert werden, da verschiedene Anlässe auch unterschiedliche Ausstattung verlangen. Für den Barbetrieb nötige Details wie Steckdosen, Schalter und elektrische Leitungen sind bereits in den Korpus integriert. Als logische Ergänzung ist JustinCase auch als DJ-Pult erhältlich. JustinCase ist universal einsetzbar und integriert auch Gestaltungsvarianten und Brandingmöglichkeiten für Firmen und Sponsoren.

Über René Chavanne

René Chavanne wurde 1966 in Wien geboren. Er absolvierte ein Kolleg für Maschinenbau und studierte Produktdesign an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst. Nach dem Studienabschluss 1995 arbeitete er als Produktdesigner bei Ron Arad Associates in London, wo er Projekte für Kunden wie Alessi, Vitra und Kartell betreute. 1997 machte er sich mit einem eigenen Büro in London selbstständig und gründete 1999 ein Designstudio in Wien. René Chavanne entwickelte unter anderem das Design und Interieur für eine Internetcafé-Kette und entwarf Büromöbel für die österreichische Firma Blaha. Für die Gestaltung der mobilen Bar „JustinCase“, die mittlerweile in Serie produziert wird, erhielt er 2005 den Adolf Loos Staatspreis Design.