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22/06 2006:
Die besten Designer des red dot award: product design 2006: Toshiyuki Okumoto und Yukio Emi
Der neue Honda Civic hat die Jury des diesjährigen red dot award: product design gleich zweifach begeistert: sowohl die äußere Gestaltung als auch das Interior Design überzeugten die internationalen Designexperten und so erhielten die japanischen Designer Toshiyuki Okumoto (Exterior Design) und Yukio Emi (Interior Design) jeweils die höchste Auszeichnung: den red dot: best of the best. Was die beiden Designer über das Thema „Fahrzeugdesign für die jüngere Generation“ denken, lesen Sie hier:
Toshiyuki Okumoto: „Ich bin davon überzeugt, dass Design eine große Wirkung auf die Menschen hat; es kann Emotionen wie Glück, Spannung und Nervenkitzel hervorrufen. Deshalb habe ich mich sehr intensiv um ein neues Design bemüht. Mit dem Exterieur des neuen Civic wollte ich Gefühle wie Spannung und Nervenkitzel erzeugen und diese mit einem „zukunftsnahen emotionalen Stil“ verbinden. Die dynamisch-flache Fahrgastzelle hat eine einzigartige Präsenz, die gleichzeitig auf kraftvolle Leistung hindeutet. Um die Besonderheit und die emotionale Anziehungskraft des Designs zu verstärken, habe ich Elemente der japanischen Ästhetik aufgenommen: die Schönheit der „Falten“ und „Windungen“, die beim Tragen eines japanischen Kimonos entstehen, sowie die scharfen charakteristischen Linien japanischer Skulpturen und Gemälde. Wir haben diese traditionellen japanischen Künste mit der massigen Gestalt der nach vorne gezogenen Fahrgastzelle in Einklang gebracht und dadurch ein starkes, unverwechselbares Design geschaffen. Außerdem unterstreichen die leichteren Bauteile, die das japanische Hightech-Image betonen, und der in die Heckscheibe integrierte Spoiler das futuristische Aussehen. Mit diesen Gestaltungsmerkmalen kommt der neue Civic bei vielen jungen Menschen in Europa gut an.“
Yukio Emi: „Mit der Gestaltung des Civic-Interieurs wollte ich vor allem eine Umgebung schaffen, in der man sicheres Fahren genießen kann – trotz der zunehmenden Menge an Informationen, die mit Hilfe elektronischer Geräte wie des Navigationssystems, des interaktiven Audiosystems und der Telefon-Freisprechanlage übermittelt werden. Deshalb habe ich für die Gestaltung der Displays die Sichtlinie des Fahrers mitberücksichtigt und der Anordnung der Bedienelemente besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Von der ersten Skizze an habe ich die bestmöglichen Layouts entworfen und mich von vorgegebenen Mustern frei gemacht. Für den neuen Civic haben wir ein Zwei-Zonen-Cockpit entworfen; es erweckt den Eindruck von „doppelten Kreisen“, die den Fahrer umgeben und in den Mittelpunkt rücken. Die eine dieser Zonen ist innerhalb der direkten Reichweite des Fahrers und umfasst Bedienelemente und Displays, die das Fahren angenehmer gestalten. Die andere Zone ist durch die Sichtlinie definiert und liefert primär wichtige Informationen. Zusammen ergeben sie eine dynamische Linie und bringen den sportlichen Charakter des Fahrzeugs zum Ausdruck. Das Design des neuen Civic ist zweifelsohne noch nie da gewesen und gleichzeitig anspruchsvoll – besonders durch seine futuristische Anmutung und die Ausrichtung auf eine Multimedia-Gesellschaft sowie seine gefühlsbetonten, einzigartig japanischen Karosserielinien. Ich denke, dass diese Merkmale des Civic-Designs nicht nur jüngere Kunden, sondern darüber hinaus auch viele an Innovationen orientierte Menschen ansprechen.“
Der neue Honda Civic: Von der Tradition zur Revolution Gestaltung greift oft auf traditionelle Formen zurück und kann doch einen Weg in die Zukunft weisen. Der japanische Kimono ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück, welches aus der Heian-Zeit stammt (794-1192); er verbindet eine schlichte Gestaltung mit scharfen Linien. Diese Eigenschaften charakterisieren auch die keilförmig nach vorne gezogene Fahrgastzelle des Civic. In Verbindung mit einer sinnlichen Linienführung, die typisch für den europäischen Stil ist, ist ein sehr einprägsames Design entstanden. Zu den unverwechselbaren Merkmalen des neuen Civic zählt eine ausdrucksstarke Frontpartie, bei der die Scheinwerfer nahtlos in eine durchgehende Lichtelementleiste integriert sind. Die Dreiecksform ist ein wiederkehrendes Motiv der Gestaltung – es prägt sowohl die Nebelscheinwerfer als auch die Auspuffrohre auf beiden Seiten des rückwärtigen Stoßfängers. Auch die Gestaltung des Innenraumes eröffnet unerwartete Perspektiven: Entgegen dem allgemeinen Trend ist das Fahrzeug kürzer und niedriger als sein Vorgänger, bietet aber trotz seiner sportlichen Erscheinung einen geräumigen Innenraum. Flexible Rücksitze und ein variabler Kofferraum ermöglichen eine vielfältige Nutzung und unterschiedlichste Beladungsvarianten. Im fahrerorientiert gestalteten Cockpit sind alle Displays und Bedienelemente in zwei Funktionsebenen übersichtlich angeordnet. Wichtige Fahrinformationen werden im oberen Teil des Cockpits angezeigt, sonstige Informationen und Anzeigen sind darunter positioniert. Honda hat mit dem Civic regelmäßig neue Technologien in die Serienfertigung gebracht. Dieses Mal spiegeln sich seine inneren Qualitäten in einer umfassenden und revolutionär anmutenden Gestaltung, die „…alle heutigen Autos aussehen lässt, als entstammten sie einer früheren Generation …“.
Über Toshiyuki Okumoto und Yukio Emi
Toshiyuki Okumoto wurde 1969 in der Präfektur Kioto, Japan, geboren. Er absolvierte die Kyoto Design Academy und kam 1991 zu Honda R&D Co., Ltd., wo er heute als Assistant Chief Designer tätig ist. 2003 zeichnete er verantwortlich für das Exterior Design des „US-Accord Coupe“ (5. Generation), und auch beim neuen „Civic“ war er Projektleiter für das Exterior Design.
Yukio Emi, geboren 1967 in der Präfektur Fukui, Japan, studierte an der Tama Art University in Tokio. 1990 kam er zu Honda R&D Co., Ltd., wo er gegenwärtig als Assistant Chief Designer tätig ist. 2001 war er Projektleiter für das Interior Design des „Jazz“ (1. Generation) und ist nun für das Interior Design des neuen „Civic“ verantwortlich.
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