Trendgalerie „Licht- & Leuchtendesign 2006“


Less – minimalistische Reduktion

Dem Anspruch, Leuchten in die vorhandene Architektur harmonisch zu integrieren, kann auf zweierlei Weise entsprochen werden: zum einen mit einem ausgeprägt eigenständigen Design, zum anderen aber auch durch eine möglichst unaufdringliche, minimalistische Gestaltung.

 

Viele Architekten bevorzugen Leuchten mit einem klaren, schlichten Design, da diese sich problemlos an verschiedenste architektonische Stilarten anpassen, ganz gleich, ob sie in ein modernes Glasgebäude integriert werden oder einen spannungsvollen Kontrast zu einem historischen Bauwerk bilden.

 

Sehr schlichte, geometrische Formen betonen die Exklusivität des verwendeten Materials und heben eine qualitativ hochwertige Verarbeitung hervor. Diese extrem puristisch gestalteten Leuchten wirken unaufdringlich, bieten visuelle Ruhe und bringen das Design gleichzeitig auf den Punkt.

 

Den reduzierten Formen entsprechend, ist auch die Farbgebung solcher Leuchten eher unauffällig: Schwarz, Weiß und Silber sind hier die am häufigsten eingesetzten Farbtöne und erinnern damit an die Farbgebung der 1980er Jahre.

 

 

More – skulpturale Inszenierung

Auf der anderen Seite wird Licht – gerade im Wohnbereich – in Form von auffälligen Leuchtobjekten inszeniert. Dank neuester Technologien sind der Kreativität hier kaum noch Grenzen gesetzt. Außergewöhnliche, teilweise futuristische Formen, bunte Farben und extravagante Materialien kommen dabei zum Einsatz. Als Kunstobjekt und Skulptur interpretiert, wird die Leuchte zum Mittelpunkt des Raumes.

 

Generell lässt sich eine Tendenz zu mehr Emotionalität festmachen. Anleihen an die Formgebung vergangener Epochen, wie Neuinterpretationen des barocken Kronleuchters und Formenzitate der 1980er Jahre, kommen dabei ebenso zum Zuge wie Leuchten, die so gegensätzliche Elemente wie Licht und Wasser auf neuartige Weise ineinander vereinen.

 

 

Interactive – intelligente Steuersysteme für mehr Wohlbefinden

LEDs gewinnen mit stetig steigender Lichtausbeute und ihrer Verfügbarkeit in zahlreichen Farben zunehmend an Bedeutung. Vorteile wie geringer Energieverbrauch, lange Lebensdauer, minimale Abmessungen und sinkende Preise kommen hinzu. Die spezifischen Eigenschaften der LEDs ermöglichen Beleuchtungslösungen, die sich mit klassischen Lampen nicht realisieren lassen. Solche Leuchten schaffen Lichtmilieus, Farblichtwechsel und Farbtemperaturänderungen, die eine völlig neue Lichtqualität darstellen.

 

Der Einfluss, den Licht auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Menschen hat, bekommt einen immer größeren Stellenwert. Die Leuchtenhersteller investieren daher vermehrt in die Erforschung und den Einsatz von künstlichem Licht und seiner Wirkung auf das Befinden und die Gesundheit des Menschen. Das Medium Licht spielt im Wellnessbereich zu therapeutischen Zwecken seit jeher eine wichtige Rolle. Die hier gewonnene Erkenntnis, dass Licht emotionale Empfindungen beeinflusst, sich direkt auf unsere Stimmung auswirkt und biologische Funktionen wie Heilungsprozesse positiv unterstützen kann, wird nun auch in innovativen Lichtkonzepten für ganz verschiedene Anwendungsbereiche umgesetzt. Das richtige Licht, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse des Benutzers, kann dessen Leistungsfähigkeit und sein Wohlbefinden erheblich steigern.

 

Systeme mit sich verändernden Farben basieren auf den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) und erlauben einen dynamischen Farbwechsel. Über RGB-Leuchtstoffquellen können nicht nur sämtliche Mischfarben, sondern auch unzählige Abstufungen der verschiedenen Stärken und Farbtemperaturen von Weißlicht erzielt werden. Im aktuellen Angebot der Hersteller finden sich beispielsweise Leuchten, die sonnenähnliche Farbtemperaturen aufweisen und dadurch dem Licht der Sonne am Morgen gleichen, frisches, weißes, leistungsgerechtes Mittagslicht liefern oder das warm-rote Abendlicht imitieren – ganz auf die Bedürfnisse des Benutzers abgestimmt.

 

 

Lichtlösungen für die Balance zwischen menschengerechtem und energieeffizientem Licht

Lichtmanagement ist mittlerweile ein fester Bestandteil innovativer Beleuchtungslösungen. Besonders dem Bürobereich wird hierbei große Aufmerksamkeit geschenkt. Dynamische Lichtkonzepte passen sowohl das Beleuchtungsniveau als auch die Lichtfarbe an den Tagesverlauf und die physiologischen Bedürfnisse (z. B. Sehschärfe, Konzentrationsbedarf, Ermüdungszustand) an. Die Beleuchtung kann so auf den natürlichen biologischen Rhythmus des Menschen oder auf die unterschiedlichen Aufgaben (z. B. Konferenz, Videoprojektion, Bildschirmarbeit) eingestellt werden. Durch eine tageslichtabhängige Steuerung kann das Kunstlicht mit vermehrtem Tageslichteinfall reduziert werden. Auch mit einer Zeit- und Anwesenheitssteuerung, die das Licht in ungenutzten Räumen ausschaltet, lässt sich Energie einsparen. Solche professionellen Lichtmanagement-Systeme sind also gleichzeitig mit einem hohen Energiespar-Potenzial verbunden und werden damit menschlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Ansprüchen gerecht.

 

In unserer Bildgalerie haben wir aktuelle Beispiele aus den oben beschriebenen Bereichen für Sie zusammengestellt.

 

>>Bildgalerie „Licht- & Leuchtendesign 2006“

 

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