Professor Dr. Peter Zec
Prof. Dr. Peter Zec zusammen mit Ken Koo und einem Preisträger des red dot award: design concept 2005 auf der Bühne
Icsid Board 2005: V.l. Tony Chang, Darlie O Koshy, Judit Varhelyi, Carlos Hinrichsen, Mark Breitenberg, Peter Zec, Giuliano Moulineri, Adrienne Viljoen, Robin Edelmann, Lorraine Justice, Jae-jin Shim.
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20.10.2006

WirtschaftsWoche: Prof. Dr. Peter Zec ist einer der 25 kreativsten Köpfe der Wirtschaft

„Wer sind die kreativsten Köpfe der Wirtschaft?“ Diese Frage stellte sich das deutsche Wirtschaftsmagazin „WirtschaftsWoche“ und wagte eine Auswahl. 25 „Pioniere des Wandels“ wählte die Redaktion aus, darunter Professor Dr. Peter Zec, Initiator des red dot design award und Präsident des internationalen Designdachverbandes Icsid.

 

Kreativität und Innovationskraft zählen heute zu den wichtigsten Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Es sind die Querdenker und Visionäre, die Unternehmen erfolgreich verändern, neue Märkte schaffen und das Unmögliche möglich machen. Das erfordert jede Menge Mut. Und geistige Flexibilität: in neue Richtungen denken, sich nicht der allgemeinen Meinung anpassen, sondern Gedanken wagen, die andere als „verrückt“ bezeichnen würden – solche Eigenschaften machen kreative Menschen aus.

Professor Dr. Peter Zec ist einer von ihnen. Die Wirtschaftswoche wählte ihn zu den „20 schöpferischen Querdenkern, die das Gesicht ihrer Unternehmen veränderten oder völlig neue Märkte schufen.“ Auf den Initiator des international renommierten red dot design award trifft beides zu.

Zec ist streitbar, seine Ideen sind ungewöhnlich, unkonventionell und neu. Doch er beweist Mut zum Risiko und scheut sich nicht, eingetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen, um diese Ideen in die Tat umzusetzen. Der mitreißende Redner vermag seine Zuhörer zu begeistern und kämpft leidenschaftlich dafür, Design als Wachstumstreiber zu etablieren – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Und sein Erfolg gibt ihm Recht.

Zec studierte Medienwissenschaft, Psychologie und Kunstwissenschaft und steht seit 1991 an der Spitze des international renommierten Design Zentrums Nordrhein Westfalen. In diesen Jahren eignet er sich ein profundes Wissen über Designgeschichte und die ökonomische Relevanz von Design an, veröffentlicht Bücher und Kompendien zum Thema Design und nimmt Einladungen zu Vorträgen in aller Welt an. Zec gewinnt die Anerkennung der Designwelt als leidenschaftlicher und kompetenter Verfechter des Designs. Durch die vielen internationalen Aktivitäten der deutschen Designförderinstitution entsteht nach und nach ein dichtes Netzwerk aus Designern, Designexperten, Unternehmern aus designrelevanten Branchen und Designlobbyisten, das die Basis seiner Tätigkeit als Designförderer bildet.

1993 nimmt er eine Professur für Wirtschaftskommunikation an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin an. Seit Mai 2001 ist er als geschäftsführender Gesellschafter der red dot GmbH & Co. KG tätig. Basierend auf den Erfolgen des von ihm initiierten red dot design award, der mittlerweile zu den erfolgreichsten Designwettbewerben weltweit zählt, vertritt Zec die Auffassung, dass Design zu einer deutlichen Wertsteigerung und einem größeren Erfolg auf dem internationalen Markt beitragen kann, wenn es als bedeutende Grundlage in die Unternehmensstrategie aufgenommen wird. Das er damit absolut richtig liegt, davon zeugen nicht zuletzt so erfolgreiche Unternehmen wie Apple, Nokia, Adidas oder LG.

Und Zec findet willkommene Nachahmer: nachdem sich der red dot design award in den vergangenen Jahren auch im asiatischen Raum als einer der weltweit größten Designpreise etablieren konnte, gelingt es Zec zusammen mit Ken Koo, dem jetzigen Geschäftsführer von red dot Singapore, den red dot award: design concept ins Leben zu rufen. Mit der feierlichen Preisverleihung im November werden nun bereits zum zweiten Mal die Gewinner von Designkonzepten geehrt, die sich durch besonders großes kreatives und innovatives Potenzial sowie durch hohe Designqualität auszeichnen.

Auch den internationalen Designdachverband Icsid überzeugen Zec` Qualitäten und Ideen. Und so wird er im Herbst 2005 zum Icsid Präsidenten ernannt. In all den Jahren seiner bisherigen Karriere hat er sich eine objektive Sicht auf die Designwelt bewahrt und sieht Design als komplexes Phänomen: „Neben den wirtschaftlichen hat Design auch wichtige soziokulturelle Aspekte, die mehr gefördert werden sollten. Dazu gehört auch und vor allem die Designausbildung. Denn gerade in industriellen Schwellenländern wird bei der Designausbildung heute noch hauptsächlich auf die Vermittlung von Wissen über und die Adaption von bereits existenten Ideen und Gestaltungsformen gesetzt. Ziel muss jedoch sein, kreative, eigenständig denkende und mutige Jungdesigner heranzuziehen, die in der Lage sind, innovative Gestaltungslösungen für ihren eigenen Kulturkreis zu finden und so die Lebensqualität in ihren Ländern zu verbessern“, so Zec’ Forderungen in seiner Antrittsrede zu seiner Präsidentschaft.

Anfang Oktober gaben die Vorstände der beiden Weltdesigndachverbände Icsid (Dachverband der Industriedesigner) und Icograda (Dachverband der Grafikdesigner) die Ernennung von Professor Dr. Peter Zec zum neuen Vorsitzenden der gemeinsamen internationalen Designallianz, IDA, bekannt. Damit bekleidet Zec künftig das höchste offizielle Amt der Designgemeinschaft. Und wer nun denkt, dass es ab hier nicht noch weiter gehen könne, dem sei gesagt: mit Sicherheit arbeitet Zec schon an der nächsten kreativen Idee.