
- Prof. Dr. Peter Zec

04.10.2006
Die International Design Alliance (IDA) ernennt Professor Dr. Peter Zec zum neuen Vorsitzenden
Über die Rolle des Designs im Kampf gegen Blutdiamanten
Die Vorstände der beiden Weltdesigndachverbände Icsid (Dachverband der Industriedesigner) und Icograda (Dachverband der Grafikdesigner) gaben jetzt die Ernennung von Professor Dr. Peter Zec zum neuen Vorsitzenden der gemeinsamen internationalen Designallianz, IDA, bekannt. Damit bekleidet Zec, Präsident von Icsid, Leiter des Design Zentrums Nordrhein Westfalen und Initiator des renommierten red dot design award, künftig das höchste offizielle Amt der Designgemeinschaft.
Die IDA ist eine strategische Vereinigung, die von den beiden Designdachverbänden Icsid und Icograda im Jahr 2005 mit der Absicht ins Leben gerufen wurde, gemeinschaftliche Initiativen zu realisieren und die Rolle der Designverbände als einflussreiche NGOs (Nichtregierungs-organisationen), die von internationalen Organisationen wie UNO oder UNESCO in allen designrelevanten Bereichen beratend hinzugezogen werden, zu stärken.
Zec: „Auch diese Art der Lobbyarbeit jenseits unserer ureigensten Projekte erachte ich für ausgesprochen wichtig, denn Design ist nicht nur eine nette Randerscheinung, die unser Leben schöner und Unternehmen erfolgreicher macht. Design kann auch in der Entwicklungsarbeit eine wichtige Rolle spielen. Nehmen wir das Beispiel Botswana, das seit Jahrzehnten wegen seiner Diamantenvorkommen ausgebeutet wird, den sogenannten Blutdiamanten. Einige wenige (ausländische) Diamantenhändler werden durch die Diamanten reich, die Bevölkerung selbst hingegen leidet. Würde man aber vor Ort Designschulen aufbauen, die auf Schmuckdesign spezialisiert sind, bekämen die Einheimischen die Chance, ihre Diamanten selbst zu verarbeiten und für viel Geld ans Ausland zu verkaufen. Hier könnte eine blühende Industrie entstehen.“
Zec liegt für die Dauer seines einjährigen Vorsitzes daher besonders die verstärkte Lobbyarbeit und ein großes Engagement im Bereich der Designausbildung am Herzen. Darüber hinaus freut er sich auf die Weiterarbeit an seinem Projekt „World Design Capital“, einem Wettbewerb, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird und an dem Städte aus aller Welt teilnehmen können, die Design erfolgreich zur Umstrukturierung und Umgestaltung der Stadt eingesetzt haben.
Zur Person Peter Zec:
Prof. Dr. Peter Zec ist geschäftsführender Vorstand des Design Zentrums Nordrhein Westfalen in Essen und Initiator des red dot design award, einem der international führenden Designwettbewerbe für Produkt- und Kommunikationsdesign. 1993 wird er zum Professor für Wirtschaftskommunikation an die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin berufen. 2005 wird Prof. Dr. Peter Zec zum Präsidenten des International Council of Societies of Industrial Design (Icsid) in Montreal, Kanada, gewählt. Als exzellenter Kenner der deutschen und internationalen Designszene ist Peter Zec Herausgeber und Autor zahlreicher Designpublikationen, darunter das „red dot design yearbook“.
Über IDA
Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 wird die IDA von einem Vorstandskomitee verwaltet, welches seinerseits wiederum von den Präsidenten von Icsid und Icograda geführt wird. Der Präsident des Komitees wird jedes Jahr neu ernannt. In diesem Jahr tritt Professor Zec diese Position mit sofortiger Wirkung an. Er folgt damit Jacques Lange, Icograda-Präsident und Senior Partner bei Blueprint Design in Südafrika.
Zu den anstehenden Projekten der IDA gehören:
- World Design Capital – ein biennal ausgeschriebener Wettbewerb, an dem Städte aus aller Welt teilnehmen können, die Design zur Umstrukturierung und Umgestaltung der Stadt erfolgreich eingesetzt haben.
- World Design Report – ein Pilotprojekt, das die Designwelt in 12 Sektoren einteilt, um zu ermitteln, welchen sozioökonomischen und entwicklungskulturellen Beitrag der Einsatz von Design in wirtschaftliche Prozesse leisten kann.
- World Design Summit – ein internationales Designforum, das die Einsatzmöglichkeiten einer multidisziplinären Designwirtschaft untersucht und bestrebt ist, kreative Lösungen zu fördern, die die wirtschaftliche Entwicklung und die allgemeine Lebensqualität auf der ganzen Welt verbessern.
Über Icsid
Der internationale Dachverband der Industriedesigner, Icsid, wurde 1957 von einer Gruppe internationaler Industriedesignorganisationen gegründet. Heute zählt der Verband über 160 Mitglieder in mehr als 50 Nationen, die insgesamt rund 150.000 Designer weltweit repräsentieren. Zu den Mitgliedern zählen Berufsverbände, Hochschulen, Designförderinstitutionen, Unternehmen und Behörden, die sich der Förderung der Belange des Industriedesigns und der Designer verschrieben haben.
Icsid unterstützt und promotet Design als Thema und wertvolle Diskussionsgrundlage bei internationalen Foren. Dies erfordert eine Zusammenarbeit mit Designern, Regierungen, NGOs, Unternehmen und Organisationen, um eine allgegenwärtige Designpräsenz zu garantieren und zu stärken. Icsid arbeitet diesbezüglich eng mit der UNESCO, UNIDO, ISO und WIPO zusammen.
Über Icograda
Der internationale Dachverband der Kommunikationsdesigner, Icograda, ist eine weltweite Institution für professionelles Grafikdesign und Visuelle Kommunikation. Icograda fungiert als repräsentative nicht-staatliche Organisation für Kommunikationsdesign, die die Belange der Designer auf der ganzen Welt vereint und ihre dynamische Rolle in der Gesellschaft und der Geschäftswelt fördert. Icograda wurde 1963 in London gegründet und unterhält beratende Beziehungen mit der UNESCO, UNIDO, ISO, IFFRO und WIPO.
Von einer Stammmitgliedschaft verschiedener Grafikdesignvereinigungen konnte Icograda zu einem weltweiten Netzwerk von Designförderinstitutionen, Designern und designorientierten Unternehmen sowie Designhochschulen und Designmedien wachsen. Heute hat Icograda 184 Mitglieder und zahlreiche Freunde in 56 Nationen rund um die Welt.





