|
 |
Internally Displaced
(Book, Sign System)
red dot: best of the best (junior award)
red dot award: communication design 2008
|
Zeichensysteme haben die Funktion eines Stellvertreters. Sie stehen für etwas, was sie selbst nicht sind, und ihre Aufgabe ist es, Inhalte kenntlich zu machen und sie zum Beispiel über die Medien der Sprache und Bilder zu transportieren. Die Zeichen selbst sind dabei willkürlich gewählt. Einmal festgelegt, werden sie zur Konvention. Und so benutzen wir etwa die einmal erlernte Sprache für eine „erfolgreiche“ Kommunikation intuitiv und selbstverständlich.
Auch Gestaltung greift auf vereinbarte Zeichensysteme zurück, um zwischen dem Dargestellten und dem Rezipienten eine schnelle, möglichst verlustfreie Verständigung herzustellen. In der Umsetzung ist sie wie bei der Arbeit „Internally Displaced“ jedoch häufig gefordert, Sachverhalten eine Lesbarkeit zu geben, die von der Konvention abweicht. Die beiden Bücher „Darfur Factbook“ mit den chronologischen Daten und „Internally Displaced“ mit den verschiedenen Aspekten der Krise versuchen, den Krieg in Darfur und die Lage in sudanesischen Flüchtlingscamps in einem detaillierten Zeichensystem zu vermitteln. Komplexe Daten aus den UN-Statistiken werden darin visuell so aufbereitet, dass der Betrachter ein intuitiv erfassbares System erhält und sich unmittelbar einen Überblick verschaffen kann. Dunklere Schraffuren machen beispielsweise sofort deutlich, dass an diesen Orten eine schlechtere Versorgungslage herrscht.
client: IN.D Institute of Design Düsseldorf
supervising professor: Christopher Wiehl [home]
design: Christian Jackmuth, Dormagen [portrait] [home] [mail]
|
|
|
|
|
|
 |
|