
- Dr. Lüder Mosler, Entwickler der ersten Trias Designmodelle und Patentinhaber mit Designer Martin Pusch

- Designer Eric Rubie mit Entwickler und Designer Justin Smith
Interview mit Dr. Lüder Mosler und Justin Smith
red dot online führte ein Interview mit Dr. Lüder Mosler, Entwickler der ersten Trias Designmodelle und Patentinhaber, sowie mit dem Entwickler und Designer Justin Smith, der maßgeblich an der Weiterentwicklung des Produktes bis zur Serienreife beteiligt war.
Was hat Sie zu diesem besonderen Produkt inspiriert und welche Intention steckt dahinter?
Dr. Lüder Mosler: Nach der Entwicklung eines technisch sehr aufwändigen Prothesenfußes hat mich die Aufgabe gereizt, die gewonnenen Erkenntnisse in einem einfacheren Konzept abzubilden, das dennoch einen hohen Nutzen für den Kunden hat.
Justin Smith: Meine Inspiration war von der Notwendigkeit getrieben, die Balance zwischen Form und Funktion zu halten. Eine Fußprothese ist anspruchsvollen und belastenden Situationen ausgesetzt und muss fehlerlos funktionieren. Einen künstlichen Fuß zu entwickeln, der elegant und gleichzeitig robust genug ist, um die täglichen Herausforderungen zu meisten, war eine ebenso anspruchsvolle wie reizvolle Aufgabe.
Was bedeutet eine Auszeichnung mit dem red dot: best of the best für Sie?
Dr. Lüder Mosler: Den Beweis, dass technische Eleganz auch ästhetisch überzeugen kann.
Justin Smith: Es ist eine große Ehre, dass der Trias aus einem so weiten Feld von gut gestalteten Produkten ausgewählt wurde.
Worin liegen Ihrer Meinung nach die besonderen Herausforderungen, die sich in der heutigen Zeit dem Designer stellen?
Dr. Lüder Mosler: Die Herausforderung wird immer dieselbe bleiben: Produkte zu gestalten, deren Formensprache über den Zeitgeist hinaus Bestand hat.
Justin Smith: Für mich besteht die größte Herausforderung darin, eine optimal auf die Design-Anforderungen abgestimmte Material-Mischung zu wählen. Produktdesigner müssen Materialien einbeziehen, die zur Entlastung der natürlichen Ressourcen beitragen.
Was möchten Sie als Designer in der Zukunft noch gern erreichen?
Dr. Lüder Mosler: Weitere Produkte gestalten, die ansprechend sind und Menschen helfen.
Justin Smith: Für mich trifft das ebenso zu. Ich möchte Produkte gestalten, die die Lebensqualität von Menschen verbessern.
Wie hoch ist Ihrer Ansicht nach die wirtschaftliche Bedeutung von Design?
Dr. Lüder Mosler: Die Formensprache des Produkts ist ein wichtiger Teil der Kommunikation mit dem Kunden. Stimmt die Leistung des Produkts mit dessen Formensprache überein, kann das den wirtschaftlichen Erfolg des Produktes beflügeln.
Justin Smith: Ich bin mir nicht sicher, welchen ökonomischen Einfluss das Design hatte, aber eines ist sicher: In Zeiten der Endverbraucher-Emanzipation ist das Design ein entscheidender Faktor beim Kauf eines Produkts.



