







Trendbericht Baddesign 2007
Das Bad als persönlicher Regenerationsbereich
Das Bad ist heute weit mehr als nur ein einfacher Waschraum. In einer Zeit, in der sich die Welt immer schneller zu drehen scheint, ist das Badezimmer einer der wenigen wirklichen Rückzugsorte, die uns noch geblieben sind. Das Bad soll vor diesem Hintergrund die Funktion eines persönlichen Spas erfüllen: Hier wollen wir unseren Körper pflegen und uns entspannen können – in einer dementsprechend harmonischen und wohnlichen Atmosphäre.
Wohnliche Materialien: Holz, Stein und Beton
Die aktuelle Materialwahl spiegelt diese Entwicklung deutlich wieder: Holzelemente, zum Beispiel Ruhepodeste aus Holz, vermitteln eine warme, wohnliche Atmosphäre. Einen Kontrastpunkt, der gleichzeitig den wohnlichen Charakter des Holzes unterstreicht, bildet Chrom. Die neue Version der klassischen Badewanne kombiniert handgenähte weiße Polster für Ruhedeck, Nackenrollen und Stiege mit weißem Acryl für die Wanne. Mit einer Ummantelung aus Holz erinnert die geschlossene Wanne an ein maritimes Sonnendeck.
Weg von der traditionellen Keramik bewegen sich auch die Entwürfe von Waschschalen aus Holz, Marmor, Stein und Glas, die in ihrer Formgebung und Verarbeitung auf traditionelle Waschrituale verweisen.
Ungewöhnlich für den Badbereich, aber interessant: der Einsatz von Beton. Um diesen Werkstoff auch im Nassbereich einsetzen zu können, werden die Oberflächen mit einer UV-beständigen Imprägnierung behandelt, die einen Lotuseffekt erzielt und eine versiegelte, schmutzabweisende Oberfläche ergibt.
Die neue Ornamentik
Die Emotionalisierung, die das Bad erfährt, spiegelt sich auch in der neuen Ornamentik wieder. Neben dem Wohnbereich werden nun auch im Bad Ornamente und florale Muster zur Ästhetisierung einzelner Elemente eingesetzt. Wie beim Tischporzellan werden dabei grafische Flächen durch ornamentale Muster aufgelöst.
Klare Farben: Weiß, Schwarz und Grün
Weiß ist und bleibt die Farbe Nummer eins im Bad- und Sanitärbereich. Neu hingegen ist die Verwendung von Weiß im Armaturbereich. Mit schwarzen Armaturen werden Kontraste zu weißen Waschbecken und Badewannen gesetzt, die durch ein Wechselspiel von glänzenden und matten Oberflächen unterstrichen werden. Neu als Farbe im Badbereich ist auch ein klares, leuchtendes Grün, das vor allem als Akzentfarbe zum Einsatz kommt.
Pure, skulpturale Formen
Klare Formen und Linien dominieren den gesamten Badbereich. Bei vielen Waschbecken und Badewannen ist es die Kombination von geraden und organischen Formen, die einen besonderen Reiz ausmacht. Keilförmige Waschbecken betonen eine strenge, gerade Linienführung. Im Armaturbereich sind skulpturale Formen besonders stark vertreten.
Modulare Badmöbel
Die Gestaltung von Flächen, Ansprüche an puristische Ästhetik, Integration im Raum – diese Themen werden auch im Badbereich immer wichtiger. Lösungen hierfür präsentieren innovative Komplettsysteme, die zunächst wie eine puristische Fläche wirken. Solche Systeme integrieren die bisher außen angebrachten Produktfunktionen in den Modulen für Waschtisch, WC und Dusche. Die jeweilige Funktion wird erst nach dem Herausklappen und somit erst dann sichtbar, wenn sie unmittelbar benötigt wird.
Intelligente Technik
Ein gesättigter Markt führt zu interessanten Ansätzen, um intelligente Technik in die Produkte zu integrieren. In völlig neuer Form präsentieren sich zum Beispiel horizontale, multifunktionale Duschpaneele mit Schwallstrahl, die ohne den für konventionelle Kopfbrausen typischen Brausearm an der Wand montiert werden. Seitenbrausen mit einer um 360° drehbaren Strahlscheibe anstelle des herkömmlichen Kugelgelenks ermöglichen eine Ausrichtung des Wasserstrahls in jede beliebige Richtung, und statt wie bisher üblich von der Wand abzustehen, werden die neuen Seitenbrausen eng an Fliesen oder Mauerwerk angebracht.
Aktuelle Beispiele haben wir für Sie in unserer Bildgalerie zusammengestellt:
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