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Interview mit Craig J. Rekow - IDSA
Designprojektleiter - Crown Equipment Corporation
Herr Rekow, was hat Sie dazu inspiriert, dieses Produkt herzustellen, und welcher Gedanke stand dahinter?
Der TSP ist aus dem dringenden Bedürfnis entstanden, Gabelstaplerfahrern in einer VNA-Umgebung (also in besonders schmalen Gängen) eine deutlich überlegene Alternative zu den Fahrzeugen zu bieten, die die meisten von ihnen ab 2001 verwendet haben. Es gab bei diesem Projekt viele Herausforderungen. Der Gabelstapler musste in vollem Umfang Arbeiten unterstützen, die sehr vielfältig und komplex sind und oft in einer Höhe von 12 Meter bei schlechtem Licht ausgeführt werden. Es war keine leichte Aufgabe, in einer solchen Höhe Stabilität und gleichzeitig das Vertrauen des Bedieners zu erhalten. Jede Entscheidung beim Design des Gabelstaplers lief immer wieder auf diese zwei Fragen hinaus: „Trägt es dazu bei, dass der Gabelstaplerfahrer seinen Auftrag besser erfüllt, und stärkt es dabei sein Vertrauen?
Was bedeutet für Sie die Auszeichnung mit dem “red dot: best of the best”?
Es bedeutet, dass ich meinen Job mache. Wir bei Crown setzen uns immer sehr hohe Ziele, wenn es um Design-Qualität geht. Es ist gehört einfach zu unserer Arbeitsmentalität, dass wir die Besten zu wollen.
Welchen besonderen Herausforderungen müssen sich Designer nach Ihrer Ansicht heute stellen?
Häufig verstehen Unternehmen die Designer nicht richtig, und umgekehrt verstehen die Designer die Unternehmen oft nicht. Es gibt viele Firmen, die Industrie-Designer einsetzen, aber es gibt nicht viele, die sie sinnvoll engagieren. Manche sehen Industrie-Design eher als ein Sahnehäubchen obendrauf als die Hefe im Brot. In solchen Situationen sind Designer oft enttäuscht und werden zynisch. Ich denke, die größte Herausforderung besteht darin, den Idealismus beim Design mit der wirtschaftlichen Realität bei der Produktentwicklung in Einklang zu bringen. Die meisten Designschulen helfen Designern nicht dabei, das Business-Modell Produktdesign zu verstehen. Daher erfahren viele junge Designer erst beim Sprung ins kalte Wasser, dass sie nicht von vornherein damit rechnen können, dass ihre Arbeit immer geschätzt wird. Andererseits sehe ich, wie sich viele Designer Mühe geben, dem Endverbraucher ihrer Produkte in Kontakt zu bleiben. Das liegt vielleicht daran, dass sie für Menschen in verschiedenen Ländern arbeiten oder weil sie mitten im technologischen Wandel ihre Perspektive verlieren. Designer dürfen niemals den Blick auf die Endverbraucher verlieren.
Was würden Sie als Designer in Zukunft noch gern erreichen?
Der nächste Orville oder Wilbur Wright sein. Oder eine ganz neue Branche eröffnen, die die Lebensweise der Menschen verändet.
Was glauben Sie, ist die wirtschaftliche Bedeutung von Design?
Das hängt davon ab, über welchen Designbereich wir sprechen. Auf der positiven Seite betrachte ich Design als eine treibende Kraft bei der Entwicklung von Dingen, die das Leben und die Arbeit auf bedeutsame Weise unterstützen. Wenn Beschäftigte mit Hilfe wohl durchdachter Produkte besser arbeiten, dann hat jeder einen wirtschaftlichen Nutzen davon. Auf der negativen Seite sehe ich, dass Design manchmal benutzt wird, Menschen dazu zu bringen, Dinge zu kaufen, die sie wirklich nicht brauchen oder die ihnen nichts nutzen. In dieser Hinsicht kann Design ein Katalysator für Wirtschaftswachstum sein (mehr kaufen und verkaufen), aber nicht für Entwicklung und Förderung der Persönlichkeit. So sollten gut durchdachte Produkte unserem Leben etwas hinzufügen und nicht nur etwas aus unserem Geldbeutel abziehen.
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