
- Insgesamt 884 Einreichungen aus 46 Nationen galt es für die Jury zu begutachten. Hier sind die Juroren Ron Nabarro aus Israel und Tapani Hyvönen aus Finnland während der Jurierung zu sehen

- Song Kee Hong, Juror aus Singapur diskutiert mit Lu Xiabo aus China und Professor Dr. Peter Zec, dem Initiator des red dot design award

- Kim Chul-ho, Juror aus Korea im Gespräch mit Juror Werner Aisslinger aus Deutschland

- Squareplay

- United Bottle

- United Bottle

- Design Probe Program: SKIN

- Saab Aero X

- Das red dot design museum in Singapur, hier findet am 30. November die Preisverleihung statt



- Luminary Preisträgerin 2006 Lim Sun Liang mit Prof. Dr. Peter Zec (links) und Ken Koo (rechts)
07.09.2007
Trendsetter von morgen: die besten Designkonzepte 2007
Ergebnisse des red dot award: design concept 2007
Die Ergebnisse des diesjährigen red dot award: design concept stehen fest. Insgesamt 884 Einreichungen aus 46 Nationen überprüfte die internationale Expertenjury auf herausragende Designqualität und zeichnete schließlich 105 mit dem red dot aus. 18 Designkonzepte erhielten die Auszeichnung „red dot: best of the best“ für höchste Designqualität. Die Gewinner des red dot: best of the best sind automatisch für den Spitzenpreis des Wettbewerbs, den red dot: luminary nominiert, der erst während der Preisverleihung am 30. November bekannt gegeben wird.
Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich die Zahl der Einreichungen des red dot award: design concept um beinahe 50 Prozent – ein hervorragendes Ergebnis, das die Bedeutung dieses Bereichs innerhalb des red dot design award deutlich macht. Designer und Designunternehmen haben erkannt, dass in kreativen und mutigen Visionen große Chancen stecken, denn in einem Zeitalter, in dem technisch gesehen beinahe alles möglich ist, kommt es weitgehend auf besonders kreative Ideen an. „Design ist nicht einfach nur Gestalt, Form, und Farbe, es ist ebenso das Konzept dahinter und dieses Vermögen ist die zukünftige Stärke der Designwelt,“ bestätigt Werner Aisslinger, Mitglied der diesjährigen red dot award: design concept Jury.
Die spannendsten Beobachtungen und Trends des red dot award: design concept 2007 möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen:
Intelligente Lösungen, verpackt in schlichtes Design
Die Designer der diesjährigen Gewinnerkonzepte besinnen sich auf das Wesentliche. Schlichtes Design ohne technische Spielereien dominiert, ob es sich dabei um Produktkonzepte handelt, die das Leben auf der Arbeit oder zu Hause erleichtern sollen, oder Bereiche wie Ausbildung und Spiel betreffen.
Ein schlicht gestaltetes Produktkonzept, bei dem man sofort denkt: „Warum ist mir das nicht eingefallen!“ ist zum Beispiel der „Roly-poly pot” von ID+IM aus Korea. Das nachlassende Gewicht des Blumentopfes zeigt dem Besitzer an, wann die Pflanzen gewässert werden müssen.
Ebenfalls schlicht, aber intelligent umgesetzt ist das Konzept „Squareplay“ von Oloop aus Slowenien. „Squareplay“ ist eine Spielwiese für Eltern und Kinder. Sie besteht aus zwei simplen Stoffquadraten, die aufeinander gelegt und an den Rändern zusammengenäht sind. Die Oberseite ist mit einem Schlitz versehen, so dass man hinein schlüpfen kann. Durch seine abstrakte Gestaltung lässt Squareplay der Phantasie des Kindes freien Raum: es ist Versteck oder Spielfläche, kann von innen und außen genutzt werden, von einer einzigen Person oder von vielen.
Ökologisch korrekt –Design goes green
Das Team von Instant Architects aus der Schweiz entwickelte mit „United Bottles” ein Konzept für eine neuartige Wasserflasche, die durch konstruktive Zweckentfremdung zum Bauelement wird. Konzipiert für den Einsatz beispielsweise in Flüchtlingsgebieten, können die PET-Leerflaschen bei Bedarf dem Recyclingzyklus entzogen und in das jeweilige Krisengebiet gebracht werden. Dort können sie beispielsweise mit lokal vorhandenen Materialien wie Steinen, Sand oder Erde befüllt werden. Dank ihres Stecksystems werden sie so zum Konstruktionsmaterial von Kleinbauten oder können eingesetzt werden, um beschädigte Gebäude wieder zu reparieren.
Einblicke in die Möglichkeiten der Zukunft
Es passiert nicht häufig, dass wir Innovationen begegnen, die eine Branche verändern könnten. Die folgenden Konzepte gestatten uns einen Blick auf die Möglichkeiten der Zukunft.
Kleidungsstücke, die Emotionen zeigen. Mit dem Designkonzept „Skin“ entwickelte Philips ein zweilagiges Kleidungsstück mit biometrischen Sensoren an der Hautseite, die ihre Messungen an den mit LED`s bestückten Stoff der Außenseite übertragen und so die Emotionen des Trägers offenbaren.
Die Zukunft gehört der Individualität. Der „Universal Table Generator“ von Timothy Schreiber und Sean Hanna aus England ermöglicht es, einen Tisch ganz nach der persönlichen Vorstellung zu gestalten.
Zukunftsweisend ist auch das Concept Car „Saab Aero X“. Hybrid Autos bevölkern unsere Straßen zunehmend, aber das Konzept von Saab treibt das aktuelle Automobildesign in diesem Bereich weiter voran. Der Saab Aero X bricht mit den im Automobilbau gültigen Gestaltungskonventionen. Türen und A-Säule fehlen, stattdessen hat der Aero X die Cockpit-Kanzel eines Düsenjets. Der Motor verbrennt ausschließlich Bio- Ethanol, damit ist das 400 PS starke Concept Car nicht nur schnell, sondern auch extrem sauber.
Asiatische Designkonzepte, ästhetische Formgebung
Gutes Design trägt maßgeblich zum Verkaufserfolg bei. So innovativ ein Produkt auch sein mag, es benötigt auch eine besondere Form um auf dem Markt Erfolg zu haben. In Asien wird man sich der Bedeutung einer schönen Form immer stärker bewusst und die hier vorgestellten Konzepte sind nur ein Bruchteil der Designkonzepte, die durch eine besonders gelungene Formgebung auffielen. Wie zum Beispiel das Konzept „Kayrson“ für eine modulare Lampe, entwickelt von dem thailändischen Designer Anon Pairot. Aber auch der aus einem einzigen Metallstück hergestellte Anspitzer „Who Ate My Pencil“, konzipiert von dem indischen Designer Paul Sandip und der Stuhl „Fillet“, entworfen von Ravi Itiravivong, einem thailändischen Designer, begeistern durch ihre ästhetische Formgebung.
Intelligente Designkonzepte, die das Leben leichter machen
Das Entschlüsseln eines Flugtickets und der dazugehörigen Bordkarte kann manchmal dem Lösen eines komplexen Kreuzworträtsels gleichen. Das Konzept „Ticketime“ der taiwanesischen Designer Chen Wei Ping, Liu Yao Sheng und Wu Tung Chih will das zukünftig erleichtern und integriert eine Uhr und ein Alarm System in die Bordkarte.
Alzheimer ist eine schleichend fortschreitende Demenzerkrankung, die für den Betroffenen sehr frustrierend ist. Das Konzept „Senso“ mindert diese Frustration mit Hilfe von diskret getragenen Hilfsmitteln, die dem Patienten helfen, unabhängiger zu werden.
Das Konzept „Luma Lane“ von Insight Product Development, USA macht Fahrradwege sicherer, indem es für eine höhere Visibilität des Radfahrers sorgt und verhindert, dass Motorfahrzeuge in den Bereich des Fahrradwegs eindringen können.
Preisverleihung und Ausstellung
Die Preisverleihung des red dot award: design concept 2007 findet am 30. November im red dot design museum in Singapur statt und verspricht, ein spannendes Event mit internationalen Gästen aus Design, Kultur und Business zu werden. Die Sonderausstellung mit allen preisgekrönten Konzepten wird vom 30. November 2007 bis zum November 2008 im red dot design museum in Singapur gezeigt.
Weitere Informationen zum red dot award: design concept erhalten Sie hier oder über info(at)red-dot.sg.




