Professor Dr. Zec, Icsid-Präsident, hielt die Festrede in San Francisco
Kenji Ekuan, Japan
Loek van der Sande, Niederlande
Deane W. Richardson, USA
Luigi Ferrara, Kanada
Eine so große Gemeinschaft wie Icsid lebt vom Austausch mit seinen Mitgliedern - wie hier 1969 in London ...
... 1981 in Helsinki ...
... oder 1997 in Toronto.
Turin ist die World Design Capital 2008.

20.10.2007

50 years of icsid – Der internationale Dachverband der Industriedesigner feiert sein 50 jähriges Bestehen

Jubiläumsfeier mit Professor Dr. Peter Zec als Festredner bildet fulminanten Auftakt für den Designkongress „Connecting 07“
 
Der internationale Dachverband der Industriedesigner, Icsid, feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Rund 1.000 Designer aus aller Welt wohnten am frühen Abend des 17. Oktober dem Festakt im Masonic Center in San Francisco bei, der gleichzeitig den Auftakt zum 25. internationalen Designkongress „Connecting 07“ bildete. Professor Dr. Peter Zec, derzeit noch amtierender Icsid-Präsident, erschien zur blauen Stunde ganz in Weiß und hielt die Festrede. Er unterstrich in seiner Ansprache nicht zuletzt die auch nach 50 Jahren unverminderte Relevanz des Verbandes: „50 Jahre Icsid- und Designgeschichte zeigen zunächst einmal, dass der Verband es geschafft hat, 50 Jahre zu überleben – was allein schon eine Leistung ist, denn das schaffen längst nicht alle Unternehmen.“ Icsid genieße seit 1957 bei der Entwicklung von Design einen ungeheuer hohen Stellenwert, gebe Orientierung und sei eine Art Anlaufstation – eine Organisation, die zugleich Autorität und Kompetenz ausstrahle und vermittele. „Es ist nach wie vor eine Organisation die man gerne an seiner Seite weiß, wenn man versucht, sich in der internationalen Designwelt neu aufzustellen“, so Zec. Und er führt weiter aus: „Icsid hat wirklich vieles geleistet und ist auch heute noch absolut zeitgemäß, denn es gibt immer noch viele Länder und Regionen, die einen großen Entwicklungsbedarf in Sachen Design haben, Gegenden in Asien, Afrika oder Lateinamerika. Hinzu kommt, dass Designentwicklung immer noch in erster Linie als Industrie- und Wirtschaftsentwicklung stattfindet und kulturelle und soziale Aspekte, die eine beinahe ebenso große Rolle spielen, weitgehend vernachlässigt werden. Das heißt, dass Vision und Mission von Icsid, sich gerade auch im soziokulturellen Bereich zu engagieren, absolut zeitgemäß sind.“

 

50 Jahre Icsid – das sind auch 50 Jahre Zeitgeschehen - Politik, Kultur, Gesellschaft, Sport – vor allem aber sind 50 Jahre Icsid auch 50 Jahre Designgeschichte. Denn seit die Organisation am 29. Juni 1957 in London offiziell gegründet wurde, hat Icsid sein Ziel, das Industriedesign auf internationaler Ebene zu fördern und zu stärken, unermüdlich verfolgt. Doch seit den Anfängen der Organisation sind es die Menschen, die Icsid geprägt und voran gebracht haben.

„Icsid lebt durch die Menschen, die vielen Persönlichkeiten, die im Laufe der Jahrzehnte im Vorstand und im Sekretariat ihre Arbeit mit leidenschaftlichem Engagement getan und sich in den vergangenen fünfzig Jahren der Belange des Industriedesigns angenommen haben. Sie haben Netzwerke geknüpft, von denen viele bis heute Bestand haben – und neue Allianzen kommen ständig hinzu“, so Zec, der sich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei seinen Vorgängern, den anwesenden Icisd-Senatoren Kenji Ekuan, Luigi Ferrara, Robert Blaich, Dean Richardson und Luk Van der Sande, für ihr Engagement bedankte. Heute steht Icsid für geschätzte 150.000 Industriedesigner, es vereint mehr als 150 Institutionen, Hochschulen und Unternehmen aus über 50 Nationen.

Eine solch große Gemeinschaft lebt vom Austausch mit seinen Mitgliedern. Bereits 1959 fand der erste Icsid Kongress inklusive einer General Assembly in Stockholm, Schweden, statt. Bis heute gehören diese alle zwei Jahre stattfindenden Kongresse zu den wichtigsten und größten Events der Designwelt, wie die große Beteiligung am diesjährigen Kongress in San Francisco noch einmal eindrucksvoll belegt. Fast 2.000 Designer, Designförderer und Journalisten haben sich für das Event registriert.

Doch nicht nur der Blick zurück fiel positiv aus, Zec sieht für den Verband auch eine große Zukunft. In den vergangenen zwei Amtsperioden seien einige vielversprechende Projekte auf den Weg gebracht worden, darunter die Kooperation mit dem internationalen Dachverband der Grafikdesigner, Icograda, in der International Design Alliance, IDA, und das von ihm initiierte und im Rahmen dieser Kooperation durchgeführte World Design Capital-Projekt. An diesem Wettbewerb, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, können Städte aus aller Welt teilnehmen, die Design erfolgreich zur Umstrukturierung und Umgestaltung der Stadt eingesetzt haben. Als Pilotprojekt wird die italienische Stadt Turin im kommenden Jahr den Titel als World Design Capital 2008 feiern. 

Zec selbst wird sein Amt als Icsid-Präsident im Rahmen der sich an den Kongress anschließenden Icsid General Assembly turnusgemäß an seinen Nachfolger, den Chilenen Carlos Hinrichsen, übergeben.

Hall of Fame – Volume 2
Design for a better quality of life
Welchen Beitrag leistet der Faktor Design für mehr Lebensqualität? Eine Antwort darauf gibt die Publikation „Hall of Fame – Volume 2“, die jene Akteure der globalen Designszene vorstellt, deren kreative und innovative Leistung das „Design of the World“ geprägt hat. Dabei werden Meilensteine der Designgeschichte ebenso dokumentiert wie aktuelle Produkte. Herausgeber ist Prof. Dr. Peter Zec im Auftrag von Icsid, dem Weltdachverband der Industriedesigner. Das Hall of Fame, Volume 2 können Sie hier in unserem Bookshop bestellen.

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