03.03.2008

Dining & Living Trends 2008

Die Konsumgüterbranche mit den Bereichen Tableware, Küche und Haushalt stellt sich als hart umkämpfte und schnelllebige Branche dar. Design ist hier ein tragendes wirtschaftliches Instrument. Die Produkte sind in ihren Funktionen mittlerweile ausgereizt, Design ist daher zur Differenzierung auf dem globalen Markt unerlässlich. Um gutes Design verkaufen zu können, ist eine geschickte Kommunikation des Gestaltungskonzeptes unerlässlich.
 
Durch die Globalisierung der Wirtschaft verändern sich auch die einzelnen Produkte und Produktaussagen, neue Formen für neue Lebenslagen entstehen. Im Tableware-Bereich schreitet die Auflösung der klassischen Ordnung weiter voran. Durch die Globalisierung hat sich die Form des Essens, des Kommunizierens und des Lebens bei Tisch – wenn es überhaupt noch der Tisch ist – in den letzten Jahren vollkommen verändert. Auf diese Entwicklung gibt es seitens der Industrie immer neue Antworten. Aus einer klassischen, westlichen Produktionssicht heraus gestaltet man Produkte für internationale Speisen, wodurch eine immer weitere Differenzierung und Spezialisierung auf einzelne Speisen und Getränke entsteht.    
 
Im Bereich des klassischen Porzellans dominieren weiterhin geometrische Formen. Diese lösen sich allerdings auf, je mehr man in den Bereich der oben beschriebenen „globalisierten“ Form der Tableware kommt. Hier wird die Form des Porzellans offener und insgesamt organischer. 
 
Im Bereich der Farben dominiert ein Spektrum von Zitronengelb bis Apfelgrün. Als Pendant dazu sind erste Anzeichen einer Tendenz zu Lagunenblau zu beobachten, einer Farbe, die sich noch nicht durchgesetzt hat, aber mit Sicherheit eine Trendfarbe werden wird. Aktuell sieht man noch viele Töne aus dem Bereich der Beerenfarben, in der Zukunft wird die Tendenz aber zu einem leuchtenden Pink hingehen. Nach wie vor sehr dominant sind Schwarz und Weiß.
 
Erste Innovationen im Besteckbereich entstehen durch eine schwarze Veredelung der Bestecke, eine interessante Form der Innovation, die dem Vorbild der Automobilindustrie folgt. Hier hat man neue Lacke auf den Markt gebracht, wie beispielsweise die matte Mischung aus Silber und Grau des BMW Z4. Nun versuchen auch andere Branchen, diesen Trend aufzugreifen und weiterzuentwickeln. 
 
Überall in Europa haben Kochsendungen im Fernsehen Spitzen-Einschaltquoten, und das gemeinsame Kochen und Essen erfährt einen immer höheren Stellenwert. Dies beflügelt die Industrie dazu, neue Produkte für das Essen und das Kochen auf den Markt zu bringen. Vor diesem Hintergrund war in den vergangenen Jahren eine Entwicklung von eher kleinen zu größeren und schließlich zum Wohnraum geöffneten Küchen zu beobachten. Nun bringt man den Prozess des Kochens direkt an den Essplatz. Basisrechauds, auf die wahlweise ein Wok, ein Grill oder ein Fondue passen, sind Lösungen, durch die das Essen direkt am Tisch zubereitet werden kann und die Einflüsse aus der asiatischen Kultur aufgreifen.
 
Ein weiterer wichtiger Innovationsfaktor ist der Einsatz von interessanten Materialien und neuen Materialkombinationen. So zum Beispiel die Verwendung von Silikon bei Kochgeschirr. Ein Material, das aufgrund seiner Eigenschaften wie hoher Hitzebeständigkeit, Temperaturanpassung, Isolierung und Geräuschedämpfung bestens für den Kochbereich geeignet ist. Beispielsweise durch unterschiedlich große Durchlässe in einem Silikonring, der sich innen in einem Topfdeckel befindet: Der Deckel kann so auf vier verschiedene Öffnungen eingestellt werden und schließt zudem geräuschlos. 
 
Weitere aktuelle Beispiele stellen wir Ihnen in unserer Fotogalerie vor:

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