Ron Arad
PizzaKobra

Interview mit Ron Arad

Ron Arad gründete im Jahr 1989 gemeinsam mit Caroline Thorman „Ron Arad Associates“ in London. Mit Entwürfen für zahlreiche internationale Unternehmen wie Kartell, Vitra, Driade oder Alessi wurde Ron Arad als Designer weltweit bekannt. Zu seinen aktuellen Architekturentwürfen gehören u. a. das National Design Museum in Holon, Israel, Y’s Flagship Store in Tokio, Japan, und der Vallarta Tower in Guadalajara, Mexiko. Ron Arad ist Professor für Produktdesign am Royal College of Art in London.

 

Die außergewöhnliche Formensprache der Lampe „PizzaKobra“ wird durch den ungewöhnlichen Namen zusätzlich betont. Was inspirierte Sie dazu?
Ron Arad:
Viele gute Ideen hat man schon jahrelang im Kopf – ein Motiv, eine Form. Das Spiralförmige der Lampe findet sich bereits in vielen anderen Designentwürfen, aber auch in der Architektur. Die Form in Verbindung mit einer Lampe machte für mich einfach Sinn. PizzaKobra ist nicht nur flexibel, sondern auch in jeder Position stabil.

Welche Designphilosophie verfolgten Sie, als Sie diese Lampe entwarfen?
Ron Arad:
Es ist weniger eine Philosophie als vielmehr eine logische Kombination aus wesentlichen gestalterischen Faktoren wie Ästhetik, Funktionalität und Performance. Alle diese Faktoren müssen Hand in Hand gehen, wenn es darum geht, eine Designidee professionell umzusetzen. Wenn man all diese „Zutaten“ zusammenfasst, könnte man dieses Vorgehen tatsächlich als „Philosophie“ bezeichnen.

„PizzaKobra ist mehr als eine Tischlampe, es ist ein Projekt.“ – In welcher Hinsicht?
Ron Arad:
Als Designer muss man immer überraschen. Bei der PizzaKobra war die Form zuerst da, und es ist gelungen, modernste Technologie und Gestaltung so zu vereinen, dass zuallererst die hohe Ästhetik beeindruckt. Eine gute Form weckt natürlich auch immer eine hohe Erwartungshaltung beim Kunden und setzt Maßstäbe. Doch im Design ist es wie mit der Liebe auf den ersten Blick. Die erste Reaktion der Leute auf die Pizza-Kobra ist immer: „Die will ich auch haben!“ Und genau daran erkennt der Designer, dass er seine Arbeit gut gemacht hat.