
- Kim Sjödahl und Jouni Salojärvi

- Exel Xtel System™
Interview mit Petteri Salminen, Jouni Salojärvi, Kim Sjödahl, Riina Seppänen and Jari Ristola
Zum Entwicklungsteam des mit dem red dot: best of the best ausgezeichneten Exel Xtel System des Unternehmens Exel Composites gehören Riina Seppänen, Business Development Manager, Kim Sjödahl, Vice President der Produktentwicklung, und Jari Ristola, Produktmanager des Unternehmens, sowie der Maschinenbauingenieur Petteri Salminen und Jouni Salojärvi, Designer bei Muotohiomo Oy. Jouni Salojärvi und Kim Sjödahl erzählten im Interview mit red dot von den Herausforderungen, denen sie bei der Entwicklung des innovativen Teleskopsystems begegnet sind.
Was ist an dem System „Exel Xtel“ so innovativ?
Jouni Salojärvi und Kim Sjödahl: Die zweckgerichtete Produktgestaltung: Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit, Modularität, leichtgewichtige Materialien und eine Technologieplattform – alles verbunden mit einer detaillierten Vollendung der Produktästhetik. Das Xtel ist eine schrittweise Weiterentwicklung der derzeitigen Teleskop-Palette von Exel, des „Extender“ und des „Universal“. Die Gestaltung des Xtel übernimmt zudem die besten Eigenschaften der bewährten Verschlüsse: die einfache Handhabung und den festen Halt.
Die Teleskopstange kann auf eine Länge von bis zu 20 Metern ausgezogen werden. Welches Material haben Sie eingesetzt, um trotz der Länge Leichtigkeit und Stabilität zu gewährleisten?
Jouni Salojärvi und Kim Sjödahl: Die Xtel-Palette besteht aus einer Reihe von Stangen. Der Endnutzer wählt die für ihn optimale Zusammenstellung selbst: Fiberglas-Stangen für elektrische Isolierung bei niedrigen Kosten, Karbonfaser-Stangen für höhere Leistung bei leichterem Gewicht oder Hochmodulkarbonfaser-Stangen für die höchste Leistung, die ein Verbundmaterial haben kann. Die Verschlussteile werden aus Polymermetallstücken gefertigt.
Wie lange hat es vom ersten Entwurf bis zur fertigen Teleskopstange gedauert und mit welchen besonderen Herausforderungen waren Sie bei der Entwicklung konfrontiert?
Jouni Salojärvi und Kim Sjödahl: Die dezidierte Integration von Benutzerfreundlichkeit, Produkttechnologie und Ästhetik war sowohl herausfordernd als auch sehr lehrreich und inspirierend. Als größte Herausforderung und Lernziel kann man vielleicht die Findung eines authentischen und ausgewogenen Produktcharakters nennen: Nicht nur technologieorientiert, gestaltungsorientiert oder marktorientiert sollte er sein, sondern alle Ziele zugleich anstreben. Ebenfalls wichtige Optionen des Projekts waren Varianten, die eine Vielfalt unterschiedlicher Anwendungen und Auswahl an Materialien durch die Endnutzer ermöglichen.
Was ist Ihnen besonders wichtig, wenn Sie ein neues Produkt entwickeln?
Jouni Salojärvi und Kim Sjödahl: Entscheidend ist der zugrunde liegende Charakter des Produkts, seine Bedeutung. Ein Projekt zur Produktentwicklung sollte sich immer auf die Findung der Kernidee, der Bedeutung des Konzepts konzentrieren. Verzierungs- und Aufmachungsarbeiten kommen später, sie sind nicht der Antrieb. Gut gestaltete, bedeutungsvolle Produkte mit authentischem Charakter und Aussehen antworten auf Anwender- und Markterwartungen: Dadurch ist es leichter, die wirtschaftlich relevanten Faktoren zu treffen. Bedeutung ist immer en vogue.
Welche Designvorbilder haben Sie?
Jouni Salojärvi und Kim Sjödahl: Sehr inspirierende Altmeister sind der Architekt Friedrich Hundertwasser, die Künstler Wäinö Aaltonen, Henry Moore und Hieronymus Bosch sowie der Erfinder Nikola Tesla.



