26.05.2009

Preisgekröntes Konzept-Telefon ist Vorreiter für Nanotech-Geräte der nächsten Generation

Nokia ist eines der weltweit führenden Unternehmen in Bereich mobiler Kommunikation, das die Umgestaltung und das Wachstum des Internets und der Kommunikationsindustrien vorantreibt. Unter dem Einsatz revolutionärer Nanotechnologie übernahm Nokia die Führung und entwickelte Morph, ein visionäres Konzept für ein mobiles Kommunikationsgerät, das eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionen für die verschiedensten Zielgruppen in sich vereint. Die radikale Technologie und Schnittstelle des Gerätes beeindruckten die Jury des red dot award: design concept 2008 so sehr, dass sie Morph mit einem „red dot: best of the best“ auszeichneten.  

red dot: Für welche Zielgruppe ist das Morph-Konzept entwickelt worden?
Jarkko Saunamaki, Senior-Designmanager: Da dies ein visionäres Konzept ist, haben wir keine festgelegt Zielgruppe. Es handelt sich vielmehr um eine Ansammlung unterschiedlicher Funktionen und Eigenschaften für verschiedene Zielgruppen. Die Morph-Animation zeigt, wie einzelne auf Nanotechnologie basierende Eigenschaften so an Benutzer angepasst werden können, dass sie wichtige Funktionen für sie erfüllen.

red dot: Was macht Morph innovativ und anders?
Jarkko Saunamaki: Das Morph-Konzept präsentiert einige revolutionäre Entwicklungssprünge, die in Zusammenarbeit mit dem Cambridge Nanoscience Centre in Großbritannien erforscht werden – Technologien im Nanobereich, die möglicherweise radikal andersartige Geräte hervorbringen und so ein komplett neues Spektrum an Möglichkeiten eröffnen.

red dot: Woher stammt die Inspiration für Ihr Projekt?
Jarkko Saunamaki: Menschen sind unsere größte Inspirationsquelle. Nanotechnologie ist lediglich ein Element, das die Herstellung neuer und bedeutungsvoller Erfahrungen ermöglicht.

red dot: Welche Reaktionen haben Sie auf Morph bekommen, sei es in Zeitungen, Magazinen, von Kunden etc.?
Fred Slezak, Kommunikationsmanager: Es gibt mehr als 500 Artikel und Verweise weltweit, einschließlich in Printmedien, online und in Blogs. Ausführliche Berichte gab es auch in The Guardian (Großbritannien), Il Sole 24 Ore, Engadget, Les Echoes, Fortune, BusinessWeek, BBC und PC World.
Darüber hinaus wurde das animierte Video innerhalb der ersten vier Tage nach der Veröffentlichung des Morph-Konzeptes 1,5 Millionen Mal auf YouTube aufgerufen, von Betrachtern mit 817 Kommentaren versehen und erhielt eine 5-Sterne-Bewertung.
 
red dot: Was ist Ihre Designphilosophie?
Jarkko Saunamaki: Herausragendes Mobiltelefondesign bedeutet für Nokia mehr als nur Eleganz. Nokias Designphilosophie besteht darin, Gegenstände und Dienstleistungen zu bieten, die nicht nur schön aussehen, sondern auch so funktionieren, wie die Menschen es sich wünschen. Elegante Funktionalität ist ein zentrales Element der Designarbeit von Nokia und der Marke an sich.

red dot: Wie sehen Ihre Pläne für dieses ausgezeichnete Konzept aus – falls Sie schon welche gemacht haben?

Tapani Ryhänen, Labordirektor: Nokia entwickelt Nanotechnologien in Zusammenarbeit mit universitären und verschiedenen anderen Partnern. Technologien für Energielösungen, flexible, dehnbare Elektronik, Sensoren und Oberflächen sowie strukturelle Materialien werden zurzeit entwickelt. Prototypen verschiedener Geräte, die auf diesen Technologien basieren, sind bereits hergestellt worden. Nanotechnologien gelten als Grundlage für die zukünftige Entwicklung zahlreicher interessanter Konzepte für neue Geräte.

red dot: Was sind Ihrer Meinung nach die Herausforderungen, vor denen Designer vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise stehen?
Jarkko Saunamaki: In einer Phase der Konjunkturabschwächung werden of billigere und manchmal qualitative minderwertigere Produkte gekauft, aber ein finnisches Sprichwort besagt: „Ein armer Mensch sollte keine billigen Sachen kaufen.“ Designer sollten sich ihre Verantwortung ins Gedächtnis rufen und sich an die Möglichkeit erinnern, dass sie einen Unterschied machen können, indem sie ökologischere und rentablere Produkte gestalten: das bedeutet, weniger, aber besser zu gestalten. Dies ist auch eine gute Zeit für Innovationen, falls die Arbeitslast geringer ist.


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