Mit dem Geist der Harmonie zu einer der einflussreichsten Designnationen der Welt: Das red dot design museum präsentiert erstmals eine der vielseitigsten Sammlungen japanischen Designs der Neuzeit

Was in den 1970er Jahren unmöglich schien, dominiert heute unseren Alltag und nimmt wesentlichen Einfluss auf unser ästhetisches Empfinden: Die Rolle Japans in der globalen Marktwirtschaft hat sich in der Vergangenheit rapide gewandelt. Gerade der Einfluss japanischer Produkte auf die deutsche Wirtschaft hat sich, nicht zuletzt durch bahnbrechende Designinnovationen, zum Positiven verändert und ist heute nicht mehr wegzudenken. Eine der vielseitigsten Sammlungen japanischen Designs der Neuzeit zeigt als erste Station in Deutschland das red dot design museum mit der Ausstellung „Wa: The Spirit of Harmony - Japanisches Design heute“. Vom 20. August bis zum 20. September 2009 präsentiert das red dot design museum in Kooperation mit der Japan Foundation eine Auswahl japanischer Designklassiker, die bis heute großen Einfluss auf die zeitgenössische Produktgestaltung haben und als Meilensteine in die Designgeschichte eingegangen sind, sowie modernste Designentwürfe japanischer Produktgestalter: von Kenji Ekuans klassischer Kikkoman-Sojasoßenflasche aus dem Jahr 1961 über Naoto Fukasawas Infobar von 2003 bis hin zu dem neuesten Toyota Lexus. Shin Maruo, Generalkonsul aus Düsseldorf, Kôji Ueda, Direktor des Japanischen Kulturinstituts Köln (The Japan Foundation), und Shû Hagiwara, Kurator der Ausstellung, gehören zu den Ehrengästen der Ausstellungseröffnung am 19. August um 18.00 Uhr im red dot design museum.

Traditionelles Kunsthandwerk gepaart mit Spitzentechnologien – japanisches Design hat heute einen so elementaren Einfluss auf den globalen Markt wie nie zuvor. Im 21. Jahrhundert, das geprägt ist von digitaler Technik und fortschreitender Vernetzung der Gesellschaft im In- und Ausland, existieren in der Welt des japanischen Designs Gegensätze, die sich mit rasanter Geschwindigkeit miteinander verbinden. Das traditionelle japanische Prinzip der Harmonie, „Wa“, will verschiedene Werte, verschiedene Menschen, verschiedene Standpunkte, gegensätzliche Positionen verbinden und auf einer höheren Ebene vereinen. Dieses Prinzip der Harmonie bildet die Grundlage für die Lebendigkeit des modernen japanischen Designs des 21. Jahrhunderts und wird in der Ausstellung auf ungewöhnliche Art und Weise versinnbildlicht.

„Wir freuen uns, dass wir diese einzigartige Ausstellung im red dot design museum präsentieren können“, sagt Professor Dr. Peter Zec, Leiter des Design Zentrums Nordrhein Westfalen. „Asien ist die Region mit der größten Wirtschaftsdynamik der Welt, und Japan hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einer wahren Designnation entwickelt. Mit einer bemerkenswerten Vielfalt und hoher Innovationskraft hat es japanisches Design bis ganz nach oben geschafft“, weiß der Designexperte.

Die Ausstellung zeigt anhand von rund 160 ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Bereichen die Dynamik und die Hintergründe des modernen japanischen Produktdesigns. Durch die Ausstellung soll das Japanische, das „Harmonische“ im modernen Produktdesign beleuchtet werden. Um das Verständnis des Betrachters für japanisches Design zu fördern, ist die Ausstellung in Bereiche mit zwölf Produktkategorien unterteilt, die ein umfassendes Bild des Lebens im zeitgenössischen Japan vermitteln, wie zum Beispiel Tableware, Bad und Sanitär, Unterhaltungselektronik, Spielzeug, Papierwaren, Taschen sowie Transportmittel. Zugleich sind die Produkte mit sechs bezeichnenden Schlagworten kombiniert worden, wie zum Beispiel niedlich, handgefertigt und minimal.

Darüber hinaus beginnt die Ausstellung mit einer einleitenden Darstellung zeitgenössischen Designs, die Harmonie zwischen gegensätzlichen Konzepten wie alt und neu, high-tech und low-tech, natürlich und künstlich sowie lokal und global schaffen. Kuratoren der Ausstellung sind Hiroshi Kashiwagi, Professor an der Musashino Art University, Masafumi Fukagawa, leitender Kurator des Kawasaki City Museums, Shû Hagiwara, Designdirektor, und Noriko Kawakami, Journalistin und Herausgeberin.

Vom 20. August bis zum 20. September 2009 ist die Ausstellung im red dot design museum, im ehemaligen Kesselhaus der Zeche Zollverein in Essen, zu sehen.

Adresse:
red dot design museum
Zeche Zollverein
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

Öffnungszeiten:
Dienstags bis donnerstags: 11 bis 18 Uhr
Freitags bis sonntags und an Feiertagen: 11 bis 20 Uhr

Eintrittspreise:
8 Euro, ermäßigt 3 Euro

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Pressemitteilung

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Pressekontakt:
Sabine Angelkorte
Pressesprecherin
Design Zentrum Nordrhein Westfalen
Tel.: +49 201 30 10 4-33
E-Mail: angelkorte(at)dznrw.com