Konzept der Ausstellung red dot on tour in Beijing
Präsentiert wird eine „best of selection“ ausgezeichneter Gewinnerprodukte und -arbeiten aus allen drei Wettbewerbsdisziplinen, dem red dot award: product design, dem red dot award: communication design und dem red dot award: design concept

China strebt Rolle als internationale Großmacht im Bereich Design an

Dynamischer Wirtschaftsstandort, einer der größten Wirtschaftsmärkte weltweit, beste Prognosen für Wirtschaftswachstum – während die westlichen Volkswirtschaften unter der anhaltenden Finanzkrise leiden, hat China gegenüber den Industrieländern drastisch aufgeholt und blickt in eine vielversprechende Zukunft. Der Wandel, vom Schwellenland zur Wirtschaftsmacht, soll nun auch auf anderer Ebene vollzogen werden: Statt weiterhin lediglich als Fertigungsland für die in der westlichen Welt gestalteten Produkte zu dienen, will China künftig durch eigenes Design und Innovation seine bedeutende Rolle im Weltwirtschaftsmarkt ausbauen – und wird so zum ernstzunehmenden Konkurrenten seiner bisherigen, westlichen Auftraggeberländer.

Die Industrienationen schätzen China als Wirtschaftspartner bislang vor allem, wenn es darum geht, schnell und kostengünstig zu produzieren. Hinzu kommt, dass viele chinesische Firmen selbst dieses bestehende Image untermauern, indem sie sich bei der Herstellung ihrer eigenen Produkte an ausländischem Design orientieren und dieses oftmals 1:1 kopieren. Nach dem Motto „Innovation statt Imitation“ will die chinesische Regierung nun wesentliche Impulse für die Entwicklung einer eigenen Kreativwirtschaft geben und stellt dafür großzügige Summen an staatlichen Fördergeldern zur Verfügung: Die Verbesserung der Designausbildung wurde zur nationalen Priorität erklärt, Universitäten bauen ihre Designfakultäten aus, Design hat sich als eines der meistgewählten Studienfächer in China etabliert. Dabei wird der Fokus auf eine interdisziplinäre Vernetzung zwischen Gestaltungsarbeit und gewinnbringender Vermarktung gelegt. Die staatlichen Bemühungen tragen bereits Früchte: Das Wirtschaftsmagazin BusinessWeek führt unter den weltweit besten Design-Studienprogrammen gleich zwei chinesische Universitäten auf, darunter die China Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Peking.

„Die chinesische Regierung und zahlreiche Unternehmen haben begriffen, welches zusätzliche Potenzial eine Investition in Design für die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Landes birgt“, erklärt Designexperte Prof. Dr. Peter Zec, Initiator des red dot design award und Icsid-Senator, das Vorhaben der Regierung und warnt: „Wir dürfen die geplanten Entwicklungen nicht unterschätzen. Während bei uns die Fördergelder für die Kreativindustrie zunehmend gekürzt werden, ist China bereit, Millionen zu investieren – das wird sich schon bald auszahlen.“

Internationale Kooperationen sollen die Entwicklung Chinas als Kreativstandort vorantreiben. Parallel zum diesjährigen Icograda World Design Congress in Peking wird erstmals die „Beijing Design Week“ stattfinden. Um die besten Designleistungen weltweit und Trends der Designentwicklung zu zeigen, wurde red dot eingeladen, eine „best of selection“ ausgezeichneter Gewinnerprodukte und -arbeiten aus allen drei Wettbewerbsdisziplinen, dem red dot award: product design, dem red dot award: communication design und dem red dot award: design concept, zugleich zu präsentieren. Die exklusive Ausstellung ist vom 24. Oktober bis zum 1. November 2009 im Beijing World Art Museum zu sehen, das im China Millenium Monument beherbergt ist und zu den spektakulärsten und wichtigsten Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen Chinas zählt. Als Designexperte wird Peter Zec anlässlich der Eröffnung der „Beijing Design Week“ einen Vortrag zum Thema „Return on Ideas. Better by Design“ halten. „Dass gerade die im red dot design award ausgezeichneten Produkte und Arbeiten zur Repräsentation internationaler Designstandards im Rahmen des Icograda World Design Congress in China herangezogen werden und damit als Vorbild für Designarbeit in der ganzen Welt dienen, bestätigt abermals die Qualität unseres Designwettbewerbs“, so Zec.

Bereits seit den 1990er Jahren verfolgt red dot erfolgreich das Ziel, Kontakte in den asiatischen Raum kontinuierlich auszubauen und zu intensivieren. Unterschiedliche red dot-Projekte wie die Sonderausstellung „red dot meets creative asia“ in Shenzhen und der Anfang des Jahres geschlossene Vertrag zwischen red dot und dem Beijing Industrial Design Center (BIDC) sind Teil der Strategie, die Designförderung in China als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor voranzutreiben und die Kommunikation zwischen internationalen, designorientierten Unternehmen und der chinesischen Wirtschaft zu fördern. Das Beijing Industrial Design Center ist neben der China Central Academy of Fine Arts (CAFA), dem National Centre for the Performing Arts (NCPA) und der Beijing Gehua Cultural Development Group Co-Organisator des Icograda World Design Congress und der parallel stattfindenden „Beijing Design Week“.


Über den red dot design award

Der red dot design award, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1955 zurückreichen, ist heute mit über 12.000 Anmeldungen aus mehr als 60 Nationen der größte und renommierteste Designwettbewerb der Welt. Er ist unterteilt in die verschiedenen Disziplinen „red dot award: product design“, „red dot award: communication design“ sowie „red dot award: design concept“, der seit 2005 jährlich in Singapur ausgeschrieben wird.

 

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