Gewinner des red dot: junior prize,
„Stereotype“

red dot: junior prize geht nach Köln

Nachwuchsförderpreis für die pointierte Visualisierung von Klischees

 

Die Globalisierung der Märkte, sich rapide verändernde Technologien und der aktuelle wirtschaftliche Umschwung stellen die Designbranche vor große Herausforderungen. Für Studierende und angehende Designer bedeutet das, dass sie sich frühzeitig international orientieren und ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen müssen. Um die Chancen für junge Talente zu erhöhen, fördert red dot den Nachwuchs gezielt und vergibt jährlich den mit 10.000 Euro dotierten red dot: junior prize. Der Sonderpreis geht in diesem Jahr an Dennis Dominguez aus Köln. Er wird ausgezeichnet für sein Buch „Stereotype“, das höchst plakativ und unterhaltsam verschiedenste Vorurteile und Klischees visualisiert. Der Nachwuchsdesigner wird den Preis am 9. Dezember 2009 bei der feierlichen Preisverleihung des red dot award: communication design 2009 im red dot design museum entgegennehmen.

Für den Ehrentitel nominiert waren insgesamt acht Arbeiten aus verschiedenen Kategorien, von denen die Jury das Buch „Stereotype“ aufgrund seiner herausragenden Gestaltung und der originellen Umsetzung des Themas auswählte. Das Werk über Vorurteile und nationale Klischees visualisiert die Eigenschaften, die wir bestimmten Berufsgruppen, Nationen oder Religionen zuordnen, höchst originell. Mit einem reichhaltigen Fundus an Zitaten von berühmten Politikern, Schriftstellern und Journalisten werden insgesamt 20 Karikaturen verschiedener nationaler Stereotypen dargestellt, deren besondere Wesenszüge der Gestalter mit stilisiert und reduziert gestalteten Illustrationen auf den Punkt bringt. In einem weiteren Kapitel stellt er mit Ikons von Messern, Gockeln oder auch Kondomen Rankings auf, die die Nationen nach Merkmalen wie „Mörder, Gewalttätige und Rachsüchtige“, „Angeber und Arrogante“ und „Verführer, Huren und Genitaldenker“ aufführen. Dass wir Klischees und Vorurteile – heute wie vor Jahrhunderten – so bereitwillig aufnehmen wie ein trockener Schwamm das Wasser und diese dann an uns haften wie hartnäckige Kletten, erfährt der Leser dabei auf amüsante und eindrückliche Weise.

Über den Gewinner Dennis Dominguez
Dennis Dominguez studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Dortmund und arbeitete anschließend in verschiedenen Agenturen wie der Peter Schmidt Group, Claus Koch Identity, Interbrand und der desres design group in Frankfurt/Main. Das Thema seiner Abschlussarbeit hat er sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, obwohl er sich selbst als waschechten Kölner bezeichnet. Doch als Sohn einer Slowenin und eines Spaniers ist er mit den typischen Zuschreibungen, wie die eine Nation die andere sieht und umgekehrt, groß geworden. Seine „Studien“ dazu konnte er unter den ausländischen Gaststudenten an der Academy of Fine Arts and Design in Ljubljana später noch vertiefen und dabei die interessante Erfahrung machen, dass auf einer Weltkarte der nationalen Stereotypen jeder Volksgruppe ganz ähnliche Vergehen angelastet werden müssten. „Wir alle sind voller Vorurteile und brauchen sie zur Einordnung“, erzählt Dennis Dominguez im Interview mit red dot. „Der Umgang damit, dass wir immer mit erhobenem Zeigefinger darüber sprechen, weil Vorurteile doch schlecht sind, war dann einer der Schlüssel, sie als Karikaturen zu visualisieren.“

Über den red dot: junior prize
Der Nachwuchspreis wird seit dem Jahr 2000 an die beste studentische Arbeit innerhalb des red dot award: communication design verliehen und gehört zu den höchstdotierten Juniorpreisen international.
Mit dem Wettbewerb bietet red dot angehenden Gestaltern eine herausragende Plattform zur Qualifizierung und Präsentation ihrer Arbeiten. „Weil Kreativität und ein fundiertes Know-how für den Start einer erfolgreichen Karriere heute nicht mehr ausreichen, brauchen junge Designer die Möglichkeit, sich auf einer internationalen Bühne zu messen und die Qualität ihrer Arbeiten von einer unabhängigen Expertenjury beurteilen zu lassen“, so Professor Dr. Peter Zec, Initiator des red dot design award und Senator des International Council of Societies of Industrial Design (Icsid). Eine Auszeichnung in dem zu den wichtigsten und größten Wettbewerben der Branche zählenden red dot award: communication design sichert dem Designnachwuchs darüber hinaus die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit.

Die Preisverleihung und die Ausstellung
Der red dot: junior prize wird Dennis Dominguez im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 9. Dezember 2009 im red dot design museum überreicht. Die Preisverleihung bildet den jährlichen Höhepunkt des Wettbewerbs und ist zugleich die Vernissage der Ausstellung „Design on stage – winners red dot award: communication design 2009“ im red dot design museum in Essen. Die Sonderausstellung zeigt alle preisgekrönten Arbeiten und ist bis zum 10. Januar 2010 zu sehen.

Die Dokumentation zum Wettbewerb
Die Arbeiten sämtlicher Preisträger werden im international yearbook communication design 2009/2010 mit zahlreichen Abbildungen und Hintergrundinformationen vorgestellt. Das Jahrbuch ist mittlerweile ein etabliertes Nachschlagewerk zeitgenössischen Designs und erscheint im hauseigenen Verlag, der red dot edition. Auch in diesem Jahr werden alle Gewinnerarbeiten der multimedialen Kategorien auf einer begleitenden DVD präsentiert.

Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2009
englisch/deutsch
ca. 800 Seiten, gebunden
inkl. DVD
ca. 1.700 Farbabbildungen
30 x 24 cm
ISBN: 978-3-89939-110-7
Preis: 79 Euro
Herausgeber: Prof. Dr. Peter Zec, red dot edition

 

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Pressemitteilung

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Mehr Informationen unter:

www.dennisdominguez.com

 

Pressekontakt
Miriam Märthesheimer
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