Die enorme Vielzahl an Magazinen und grafischen Publikationen erlegt Gestaltern die Verpflichtung auf, immer wieder Neues zu kreieren und sich dadurch von der Konkurrenz abzuheben. Doch auch die Forderung, bewährte Grundsätze zu hinterfragen und die bekannten Regeln zu brechen, klingt heute nicht mehr neu und erinnert an eine Variante der verfänglichen Sei-spontan-Paradoxie. So entlarvt sich der Appell, neu, individuell und anders zu sein, häufig als Falle der Konformität – individuell zu sein ist nämlich das, wonach alle streben.
Das Magazin Stijlroyal entkommt dieser Falle, indem es sich gerade nicht als betont anders geriert, sondern indem es schlicht ist, was es ist: ein Magazin, das der Erbauung dienen will, das alltägliche Themen intelligent und humorvoll mit Fragen der Zeit verbindet und das die Heimatverbundenheit dabei so sympathisch transportiert wie die nonchalant vermittelte Weltgewandtheit. Die Gestaltung des Magazins verzichtet auf überflüssigen Dekor und bedient sich einer klar und prägnant eingesetzten Typographie als visuelles Element ebenso wie der Fotografie, die die Seiten vollflächig ausfüllt oder freigestellt aus ihrem Hintergrund hervortritt. Inhalt und Form verbinden sich auf diese Art zu einer auch ästhetisch anspruchsvollen Einheit, in der das breite Themenspektrum überraschend und spielerisch visualisiert wird.
client
Royalkomm.Design, Wiesbaden
[www.stijlroyal.de]
design
Stijlroyal Design & Magazin, Wiesbaden
[www.stijlroyal.de]
creative direction/concept
Joerg Haas
graphic design
Kacper Potega
text
Joerg Haas, Kirsten Haas, Martin Herrmann, Marlene Müller, Manja Pfeiffer, Kacper Potega, Svea Raßmus
photography
Daniel Roos
film production
Robert Glück
programming
Björn Göbel, Eric Portugall