Zu Beginn gab es schlichte interaktive Spiele wie das 1958 von William Higinbotham konstruierte „Tennis for Two“, bei dem zwei Spieler eine vereinfachte Art Tennis gegeneinander spielten. Heute erschaffen Computerspiele dagegen hochkomplexe Welten. In einem virtuellen Storytelling erzählen sie spannende Geschichten, die immer wieder anders und dank neuer Technologien immer realitätsnäher erlebt werden können. Die Faszination der Computerspiele liegt vor allem in der Vielschichtigkeit der Erzählung und in ihrer ausgeklügelten grafischen Inszenierung.
Vor diesem Hintergrund verwirklicht das Computerspiel „Edna Bricht Aus“ eine spezifische und interessante Ästhetik, denn unabhängig von aktuellen Trends arbeitet es mit einer sehr minimalistischen Comic-Grafik. Die Geschichte der jungen Edna, die sich ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit in der Gummizelle einer Nervenheilanstalt wiederfindet, wurde nicht mit den üblichen aufwendigen Rendergrafiken oder Echtzeit-Partikeleffekten ausgestattet. Der Spieler erlebt die Flucht Ednas aus der Gefangenschaft in einer bewusst reduziert gestalteten Comic-Welt. Als klassisches Abenteuerspiel konzipiert, fesselt dieses Computerspiel vielmehr durch seine eindringliche Geschichte, seinen skurrilen Humor und seine zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten.
client
Daedalic Entertainment GmbH, Hamburg
[portrait] [www.daedalic.de]
design
Daedalic Entertainment GmbH, Hamburg
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head of marketing
Carsten Fichtelmann
creative direction
Jan Müller-Michaelis