translations – Deutungen im visuellen Sprachgewirr

Symposium des Studiengangs Design der Fachhochschule Mainz

Mittwoch, 22. Oktober 2003, 9.00 – ca. 19.00 Uhr

Holzstraße 36, Dachgeschoss

Anmeldung: translations(at)fh-mainz.de

 

mit

Ruedi Baur, intégral ruedi baur / Paris / HGB Leipzig,

Henri Ritzen, Studio Dumbar / Rotterdam,

Lars Müller, Lars Müller Publishers / Baden (Schweiz),

Markus Weisbeck, surface / Frankfurt a. M.,

Prof. Dr. Christian Doelker, Universität Zürich / Zürich,

Natasa Drakula / Berlin,

Tom Unverzagt, Matthias Gromes und Thomas Ries / 2id, Leipzig, 

Peter Bilak, dot dot dot / Den Haag

Von einer Sprache in die andere, von einer Form in die andere, von einem Medium in ein anderes – wissend, dass es eine wörtliche Übersetzung nicht gibt. Das Thema des Übersetzens ist eine elementare Aufgabe des Grafik-Designers. Ob er hier oder dort arbeitet, diese oder jene Sprache beherrscht – letztlich geht es immer darum, wie wir Inhalte, Botschaften und Emotionen in Form und Medium übersetzen. Wir übersetzen bzw. entziffern Bilder, Zeichen und Schriftzeichen, die als Abbild von Realität, Metaphern, Klischees, Symbole, Icons etc. eingesetzt werden. Jede Kommunikation wirft die Frage nach den vielfältigen Interpretationen und Lesarten auf und konfrontiert den

Gestalter mit der Manipulation von Wahrnehmung.

Was ist unsere Wahrnehmung? Wie die des individuellen Betrachters? Wie beeinflussen lokale kulturelle und sprachliche Räume die verschiedenen „Lesarten“? Kann es trotzdem eine globale Verständigung geben – über Sprachgrenzen, Ländergrenzen, Kontinente hinweg? Fängt es nicht gerade da an spannend zu werden, wo wir überraschend unterschiedliche visuelle Lösungen für ein und die selbe Fragestellung finden? Gibt es innerhalb einer globalen grafischen Designkultur etwas, was man getrost als typisch „holländisch“ oder „schweizerisch“ bezeichnen kann? Auch wenn uns die ABC-Fibeln klare Zuordnungen vorgeben, ist das Verhältnis der Dinge, der Worte und der Bilder wirklich so eindeutig? Wörterbücher sind uns beim Übersetzen

von Texten behilflich, wie aber übersetzen wir Bilder, die sich mit der Benennung des Bildwörterdudens allein nicht erklären lassen? Wörterbücher für Bilder? Lösen Piktogramme als Bildzeichen und universales Verständigungsmittel die Schriftzeichen ab? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – aber wie entschlüsseln wir Bilder wirklich? Kann es so etwas wie eine verbindliche Grammatik des Bildes geben?

 

Zu diesen und anderen Fragen stellen wir Design-Positionen und visuelle Sprachen von Designern und Theoretikern aus dem europäischen Raum vor.

Die Vorträge werden in deutscher und englischer Sprache gehalten. Eine Ausstellung studentischer Arbeiten im Foyer und unterm Dach bildet das Rahmenprogramm zur Veranstaltung. Es ist eine Publikation zum Thema für 2004 geplant.

                

Einen detaillierten Zeitplan versenden wir 2 Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail.

  

Anfahrtskizze im Internet unter:

www.fh-mainz.de/fhmainz/holz.htm

                

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei!

Fachhochschule Mainz

Studiengang Design

Prof. Dr. Isabel Naegele

Peter Glaab

translations(at)fh-mainz.de