Frankfurter Küche, Grete Schütte-Lihotzky





Werbefoto für die Weißenhofsiedlung Stuttgart 1927, Lilly Reich

02/02 2005:

Die Neuen Kommen! Weibliche Avantgarde in der Architektur der zwanziger Jahre


Heute, Mittwoch den 02. Februar, wird im Kestner-Museum in Hannover die Sonderausstellung unter dem Titel „Die Neuen Kommen! Weibliche Avantgarde in der Architektur der zwanziger Jahre“ im Kestner-Museum in Hannover eröffnet. Das Besondere: die Ausstellung findet in Kooperation der Architektenkammer Niedersachsen und dem Kestner-Museum statt und wir in beiden Häusern zeitgleich präsentiert.

 

Die Ausstellung, die vom 03.02. bis 10.04.2005 läuft, widmet sich dem vielfältigen Einfluss von Frauen – Architektinnen, Künstlerinnen, Designerinnen, Filmemacherinnen und Architekturtheoretikerinnen – auf die Avantgarde-Architektur der zwanziger Jahre. Für eine neue Generation Frau wurde das Entwerfen, Planen, Bauen, Gestalten und Einrichten und auch das Schreiben und Theoretisieren über Architektur sowie das Fotografieren der Bauten der Weimarer Zeit zum Beruf und zur künstlerischen Aufgabe.

 

Das Spektrum der Ausstellung ist breit: Architekturfotografien, Zeichnungen und Dokumente aus bekannten Sammlungen und privaten Nachlässen sowie Modelle, Skulpturen, Gemälde und Pläne – vieles davon bisher unveröffentlicht.

 

Zu sehen sind außerdem Objekte aus den Beständen der Stiftung Bauhaus Dessau und des Bauhaus-Archiv, Museum für Gestaltung, Berlin sowie Filme aus den zwanziger Jahren.

Neben den Entwürfen und Objekten der Bauhausarchitektinnen Wera Meyer-Waldeck, Friedl Dicker und Kath Both sind beispielsweise Arbeiten von Lilly Reich zu sehen. Von der international bekannten Architektin Grete Schütte-Lihotzky ist eine vollständige, begehbare „Frankfurter Küche“ ausgestellt. Neben Skizzen und Zeichnungen der Architektinnen Lucy Hillebrand, Marlene Moeschke-Poelzig und Gretel Norkauer, werden unter anderem Fotografien der Dessauer Architektin Edith Dinkelmann, die in den zwanziger Jahren an vielen modernen Siedlungsbauten in Sachsen-Anhalt beteiligt gewesen war, gezeigt.

Die Fotografien, Zeichnungen und Skizzen der Münchener Architektin Hanna Loev belegen, daß neben dem Neuen Bauen aus dem Umfeld der Avantgarde in den zwanziger Jahren auch eine andere Moderne existierte.

Auch die Arbeiten jüdischer Frauen, die durch den politischen Niedergang und den Zweiten Weltkrieg verschüttet waren, werden in der Sonderausstellung präsentiert.

Die Ausstellung wird am 02. Februar 2005 um 18:30 Uhr im Kestner-Museum eröffnet. 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.Kestner-Museum.de und www.aknds.de

 

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