Ken Koo, Vorsitzender von red dot Asia, eröffnet die Preisverleihung
Live Looping-Performance von Soundkünstler Randolf Arriola
Der red dot: luminary geht an das Konzept "Float Base Station"
Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des red dot, moderiert die red dot gala 2012

Innovationen schaffen - red dot award: design concept 2012

Die Fähigkeit, eine einzelne Stimme, ein Rascheln oder Kratzen zu nehmen, dieses übereinander zu legen und daraus eine Melodie zu kreieren, macht Randolf Arriola – Musikgast der Preisverleihung – zu einem Ausnahmekünstler, der in seiner Branche für dieses Talent sehr geschätzt wird. Dasselbe gilt für die Designer, die mit ihren siegreichen Arbeiten beim red dot award: design concept 2012 geehrt wurden.

Von einer einzelnen Idee ausgehend, haben diese Designer einen Gedanken ausgearbeitet und problemlösende Produkte realisiert, die neben weiteren Kriterien für ihre Innovation, ästhetische Qualität und Realisierungsmöglichkeit ausgewählt wurden. Der Prozess, jedes Jahr die herausragendsten Konzepte aus allen Einreichungen zu selektieren, stellt die Jury vor interessante Herausforderungen. Sie muss nicht nur die Kriterien des Awards, wie ästhetische Qualität, Ergonomie oder Effizienz in der Herstellung berücksichtigen, sondern auch das gewisse Etwas des Projekts erkennen. Die Aufgabe der Jury war es, zu entscheiden, was von Bedeutung ist: Soll soziale Verantwortung ein Faktor sein? Was ist mit den Trends von heute und morgen? Kann das Konzept mit den dargestellten Designlösungen tatsächlich produziert werden? Welches Konzept würde einem Dauertest standhalten?

Zum diesjährigen Wettbewerb sagte Jury-Mitglied Prof. Werner Aisslinger, dass „es mehr Qualität gibt. Zudem geht es nicht mehr nur noch um Design oder die Neugestaltung bestimmter Konzepte. Dahinter steht oft ein Gespür für Unternehmerschaft und echte Innovationen. Diese Arbeiten suchen wir und zeichnen sie aus.“

Der red dot award: design concept ist der einzige Wettbewerb für Designkonzepte auf professioneller Ebene, der Ideen und Prototypen aus aller Welt – sowohl von Unternehmen als auch von Designstudios – akzeptiert. Wie Jury-Mitglied Nils Toft anfügt, ist der Award „eine Möglichkeit, neue Gebiete zu erkunden und sich neue Ideen einfallen zu lassen. Zudem ist er ein kreatives Ventil für die Angestellten eines Designstudios oder einer Designabteilung, um über den Tellerrand zu schauen und die Einschränkungen zu überwinden, von denen sie in ihrem Arbeitsalltag umgeben sind.“

In diesem Jahr verzeichnete der Wettbewerb 3.672 Einreichungen aus 57 Ländern. Am Ende wurde eine Auswahl von 217 Konzepten mit dem red dot ausgezeichnet, während 46 Arbeiten mit dem Titel red dot: best of the best geehrt wurden.

Aus den 46 red dot: best of the best-Auszeichnungen wurden von der Jury drei Arbeiten für den red dot: luminary nominiert – dem höchsten Preis, der beim red dot award: design concept vergeben wird und das beste Konzept des Wettbewerbs ehrt. Zu den drei Nominierten zählten „Float Base Station“ (ein Kommunikationssystem, das im Fall einer Katastrophe schnell einsatzbereit ist) der beiden taiwanesischen Designer Huang Hsin Ya und Huang Pin Chen, „eSetta“ (eine moderne Interpretation des BMW Isetta) vom österreichischen Designer Weichselbraun sowie „Add Up“ (eine Möglichkeit, fremde Währungen umzutauschen, für die man keine Verwendung mehr hat), entworfen von der National Taipei University of Technology.

Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des red dot, und Ken Koo, Vorsitzender von red dot Asia, übergaben die Auszeichnungen. Der red dot: luminary ging an „Float Base Station“, dessen Idee darauf abzielt, „eine entscheidende Kommunikationslösung während Naturkatastrophen zu ermöglichen“, erklärte Takashi Yamada. „Das Konzept spiegelt das Ethos von großartigem Design wider.“

Zum Abschluss der Preisverleihung präsentierten Prof. Dr. Zec und Ken Koo das aktuelle Jahrbuch – ein Gesamtüberblick über den Wettbewerb und „eine Sammlung von Vorstellungskraft und Innovation“. Die Besucher waren anschließend eingeladen, sich die Sonderausstellung der siegreichen Konzepte anzusehen. Sowohl das Jahrbuch als auch die Ausstellung sind eine feste Tradition des red dot design award und zeigen den Designern ihre Zugehörigkeit zu den Besten ihrer Branche. Die einjährige Ausstellung wird im red dot design museum in Singapur präsentiert.

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