Als Mitglied des Komitees war Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot, an der Entscheidungsfindung beteiligt
Der Entwurf von Naoto Fukasawa überzeugte die Tang Prize Foundation
Professor Dr. Peter Zec hielt die Laudatio auf den Designer
Die Struktur der Medaille ist auf die Form einer Spirale zurückzuführen
2005 war Naoto Fukasawa zusammen mit Tapani Hyvönen und Andrea Finke-Anlauff in der Jury des Red Dot Award: Product Design

22.05.2014

Medaille des Designers und Red Dot-Jurors Naoto Fukasawa überzeugt die Tang Prize Foundation

Einen Wettbewerb der besonderen Art initiierte Anfang 2014 die Tang Prize Foundation in Zusammenarbeit mit dem Taiwan Design Center: 25 internationale Designorganisationen waren aufgerufen, Schmuckdesigner für die Gestaltung der Tang Prize-Medaille zu nominieren. Die neue Auszeichnung wird als „asiatischer Nobelpreis“ gehandelt. Das Komitee der International Invitational Tang Prize Medal Design Competition bildeten Designexperten aus aller Welt – darunter Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot, sowie die Red Dot-Juroren Jennifer Tsai und Rob Vermeulen.

Bereits im Vorfeld wurden von den 61 Teilnehmern aus 15 Ländern zehn Designer ausgewählt, ihre Medaillen-Entwürfe dem Komitee zu präsentieren. In der Top-10 waren mit Irma Boom, Kenji Ekuan, Naoto Fukasawa und Günter Wermekes gleich vier Red Dot-Juroren vertreten. Am 22. Mai 2014 wurde in Taipeh offiziell verkündet, dass das Design des Japaners Naoto Fukasawa die Philosophie des Tang Prize am besten widerspiegelt. Professor Dr. Peter Zec stellte in seiner Laudatio heraus, dass vor allem die Einfachheit und Prägnanz des Entwurfs die Jury überzeugte: „Naoto Fukasawa hat die Medaille wie eine Skulptur verstanden. Er hat ihr eine ikonische Form verliehen, die durch ein Höchstmaß an Signifikanz und handwerklichem Können besticht. Auf diese Weise schafft er einen hohen Wiedererkennungswert und gleichzeitig eine große Medienwirksamkeit.“

Fukasawas Konzept besteht aus einer runden Goldscheibe von 66 mm Durchmesser, die von einem 31 mm breiten Loch durchbrochen wird. Die Struktur ist auf die Form einer Spirale zurückzuführen, so dass sich die Oberflächen in einem Bereich von 50 Grad überlappen, sich jedoch nicht berühren. Diese Spiralform drückt zum einen Unendlichkeit aus, zum anderen impliziert sie den tanzenden Drachen, der im Buddhismus von großer Bedeutung ist. Der aufsteigende Drache symbolisiert den Status wachsender Stärke, während der absteigende Drache die Ankunft seinesgleichen repräsentiert, der das Land beschützt. Zudem drücken die tanzenden Drachen den buddhistischen Weg der Erleuchtung und dessen Verständnis allen Lebens aus.

Die Gestaltung der Tang Prize-Medaille stellt einen der Höhepunkte Naoto Fukasawas erfolgreicher Design-Karriere dar. Er hat über 50 internationale Designpreise erhalten – darunter zahlreiche Red Dot-Auszeichnungen unter anderem für Artemide, Lamy und B&B Italia.

Der Tang Prize wird ab September 2014 alle zwei Jahre in vier Kategorien verliehen. Diese beziehen sich auf die Förderung erstklassiger Forschungsmaßnahmen, die positiv zur menschlichen Entwicklung beitragen: Die Auszeichnung wird für nachhaltige Entwicklung, biopharmazeutische Wissenschaft, Sinologie (ausgenommen literarische Werke) und Rechtsstaatlichkeit vergeben.


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Catharina Hesse
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