Red Dot-Ausstellung „Design Identities“ im Cube Design Museum. Der Cube und das Earth Theatre Columbus erweitern das Discovery Center Continium zu einem Museumsquartier in der Provinz Limburg.
Rund 600 Gäste folgten der Einladung zur Eröffnung.
Hans Gubbels, Direktor des Discovery Center Continium, während der Eröffnung.
Die Referenten der feierlichen Eröffnung im Gespräch: Ger Koopmans, Minister für Kultur der Provinz Limburg, und Vito Orazhem, Geschäftsführender Vorstand des Design Zentrums Nordrhein Westfalen e.V.
Kurz vor der Eröffnung: Ein erster Blick in die Ausstellung „Design Identitites“.
Für das Spiel mit Stereotypen gestaltete Mutabor Design eigens das Motiv „Speak Oranje“ und erweiterte die mit dem Red Dot: Grand Prix ausgezeichnete Posterserie „Lingua Digitalis“.
Augenzwinkerndes Farbenspiel: Das Grohe Design Team lieferte die Rainshower Icon in der Farbe Orange. Das Bosch Home Appliances Design Team lackierte eigens für die Ausstellung die Bosch Serie 8 Classic Edition um.

27.10.2015

Red Dot-Ausstellung „Design Identities“ im Cube Design Museum in Kerkrade

Am 23. Oktober 2015 wurde die Red Dot-Ausstellung „Design Identities“ in Kerkrade eröffnet. Bis zum 4. September 2016 ist im Cube Design Museum der Stadt ausgezeichnetes Design aus Deutschland und den Niederlanden zu sehen. Die vom Red Dot Institute kuratierte und realisierte Ausstellung geht auf Spurensuche nach der kulturellen Designidentität beider Länder.

Die Vernissage fand im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Cube Design Museums, des Earth Theaters Columbus sowie des erweiterten Discovery Centers Continium statt, wozu Hans Gubbels, Direktor des Discovery Centers Continium, geladen hatte. Rund 600 Gäste nutzten die Möglichkeit, die Designausstellungen und Präsentationen des neu entstandenen Museumsquartiers in der niederländischen Provinz Limburg zu erleben.

In seiner Begrüßungsrede lobte Vito Oražem, Geschäftsführender Vorstand des Design Zentrums Nordrhein Westfalen, die Entwürfe des Rotterdamer Architekturbüros Shift Architecture, das die Neubauten Cube und Columbus konzipiert und realisiert hatte. „Das Ergebnis ist noch besser als die guten Entwürfe der Architekten ohnehin schon vermuten ließen“, sagte Vito Oražem. Das junge Architekturteam um Oana Rades, Harm Timmermans und Thijs van Bijsterveldt wurde im Jahr 2012 bereits mit dem Red Dot für ihren Pavillon „Faculty Club“ der Universität Tilburg ausgezeichnet. Mit der Neugestaltung des Museumsplatzes in Kerkrade folgte unmittelbar darauf der Auftrag für ihr erstes Großprojekt.

In seinem Grußwort verwies Vito Oražem zudem auf die bereits seit langem existierenden Verbindungen zu niederländischen Unternehmen und Designern. Als Beispiel nannte er den Kitchen Revolt Chair des niederländischen Gestalters Friso Cramer. Der Stuhl wurde in der ersten Ausstellung des „Hauses Industrieform“, wie das Design Zentrum damals hieß, im Jahr 1955 gezeigt und war 2015 in der Jubiläumsausstellung „Dauernde, nicht endgültige Form“ zu sehen. Darüber hinaus verwies Orazhem auf die Studioausstellung von Philips Design, die aktuell im Red Dot Design Museum Essen zu sehen ist. Unter dem Titel „Produkte für Generationen“ wird das aktuelle Designverständnis des niederländischen Herstellers verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund hat er die gelungene Kooperation des Discovery Centers Continium mit dem Red Dot Institute und dem Red Dot Design Museum Essen hervorgehoben, das zahlreiche Exponate wie den „Bugaboo Donkey“ von Max Barenbrug, den Stuhl „Moiré“ von Ton Haas oder das Rennrad „Koga Kimera Road Premium“ für die Ausstellung zur Verfügung stellte.

„Das Thema Identität ist aktueller denn je und spiegelt sich nicht nur im Verhältnis von Individuum und Gesellschaft wider“, erläuterte Burkhard Jacob, Leiter des Red Dot Institute, während eines Rundgangs anlässlich der Ausstellungseröffnung. „Viele der hier ausgestellten Exponate unterstreichen die Bedeutung des Themas mit Blick auf das Design von Unternehmen und Marken, und sind darüber hinaus Ausdruck der kulturellen Identität eines Landes“, so Jacob weiter.

Viele Firmen haben das verstanden und sich daher an der Ausstellung beteiligt. Dazu gehören deutsche Unternehmen und Marken wie Braun, Canyon, Grohe, Nomos Glashütte, Leica, Mutabor Design, Rimowa, Robert Bosch Hausgeräte, Walter Knoll, WMF und Wilkhahn, die selbst über eine lange Tradition im Design verfügen und kontinuierlich durch hohe Qualität und technische Perfektion im Red Dot Design Award Standards setzen. Gleiches gilt für die niederländischen Unternehmen, darunter Bugaboo, Koga, Harechair, Philips, Royal VKB und Senz, die mittels kreativer Entwürfe und einem spielerischen Umgang mit Ideen einen Kontrastpunkt in der Ausstellung setzen.

Die Präsentation verdeutlicht die Unterschiede zwischen niederländischem und deutschem Design und geht gleichzeitig unbeschwert mit Klischees und Stereotypen um. Auf diese Weise wird die grundlegende Bedeutung von Unterschieden für die Bildung der eigenen Identität verdeutlicht. „Ein eigenes Selbstverständnis kann sich nur entwickeln, wenn man auch das Andere, das Fremde verstehen lernt. Identität basiert auf Unterschieden. Corporate Identity ist immer auch Corporate Difference. Design ist eine ‚Identity Engine‘ und ‚Difference Engine‘ zugleich“, so Burkhard Jacob.

Design Identities
Award-winning products from the Netherlands and Germany selected by Red Dot

Ausstellungsdauer
Bis zum 4. September 2016

Ausstellungsort
Cube Design Museum
Museumplein 2
6461 MA Kerkrade
Niederlande

Öffnungszeiten
Di – So: 11 bis 17 Uhr

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