


Neuheiten in Köln
Abgesehen von den Neuauflagen von Designklassikern der 20er, 60er und 70er Jahre konzentrieren sich die in Köln präsentierten Produktinnovationen um einen Trend: Die Medialisierung des Wohnens. Ebenso, wie Fernseher und Computer zusammenfließen, werden Möbel einerseits durch das Integrieren von Technik als Schnittstellen umgedeutet, andererseits gehen sie mit Technik eine Verbindung ein und verwandeln sich dadurch selbst zur Schnittstelle, zum Interface. Möbel werden geradezu zur Software und erfahren dadurch eine Produktsprache, die aus der Kommunikationsgestaltung hervorgegangen ist. Damit geht einher, dass das Einrichten mehr und mehr zu einem Männerthema geworden ist. Wenn es darum geht, es sich zu Hause gemütlich zu machen, ist ihnen wichtig, vernetzt und medial gut ausgestattet zu sein.
Das Wohnen leuchtet, an allen Ecken und Wänden. Vorzugsweise LED-Flächen mit unterschiedlichen oder wechselnden Farben sind in Schränken, Regalen, Wannen und Duschen eingebaut. Umgekehrt können jetzt auch Leuchten einen Sitz erhalten. Der Leuchtschrank wird fernbedient, denn er bietet eingebaute Intelligenz. Raffinierte Extrafunktionen erzeugen neue und überraschende Erlebnisse, weil die technische Raffinesse versteckt ist. Betten werden hydropneumatisch bewegt, Glasscheiben verändern ihre Durchsichtigkeit auf Knopfdruck, Tische erstrahlen in wechselnden Mustern.



