Trend: Traditionen und Klassiker

Die globale ökonomische Situation hat sich noch nicht so spürbar entspannt, dass sich in Mailand grosse Erleichterung hätte bemerkbar machen können. Vorsicht und Ungewissheit dominieren die Einstellung der Menschen.

Sicherheit verschaffen unter diesen Umständen unbestreitbare Autoritäten, die ihre Stellung durch Bekanntheit, Erfolg und jahrzehntelange Anerkennung erlangt haben. Zitate, Re-Editionen, Neuauflagen von Klassikern des Designs und Hommagen an die Großen bestimmen diese Orientierungsphase. So werden Entwürfe von Eileen Gray und Charlotte Perriand neu produziert. So erklärt sich auch die Popularität von lebenden Legenden und aktuellen Stars des Designs. Ein Beispiel ist der klassische Ohrensessel von Magistretti, hier von Mendini neu interpretiert durch das bunte Rautenmuster – eine Ode an Memphis aus den 80er Jahren.

Eine Sonderrolle nimmt in diesem Zusammenhang der Franzose Philippe Starck ein, der in Mailand erneut Produkte präsentierte, die ans Barocke erinnern. Seit zwei Jahrzehnten setzt er seinen eigenen Stil bei allen Entwürfen durch und füllt damit eine Position aus, wie sie wohl nur mit der Karl Lagerfelds in der Mode zu vergleichen ist.

 

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