


Kuschelkuschel und knallhart - Materialien in Köln
Der Trend des Rückzugs in die eigene Wohnung, international als "Cocooning" salonfähig geworden, fördert bei Sitz- und Liegemöbeln in allen Ausformungen den Bezug mit wohnlichen, weichen Stoffen. Wolle, Kaschmir oder Chenille in warmen Grau- und Naturtönen von Eierschale bis Braun sind jetzt schick. Dieses Phänomen geht einher mit der Bevorzugung von Filz, Frottee und ihren Varianten - allerdings in einer edlen Ausführung dieser flauschigen Materialien.
Der verbreitete Minimalismus und die verdeckte funktionale Klugheit verwandeln so zum Beispiel ein Sofa, das eben noch zum Lümmeln vor dem Fernseher gedient hatte, mit wenigen Handgriffen in ein entspanntes Lounge-Möbel, vorzugsweise in warmem Grau, garniert mit einem roten Kissen. Das Ergebnis zielt auf Wohlbehagen in einem geschmackvollen Ambiente und Anpassungsfähigkeit ad hoc.
Ein zweiter Trend, der auch bei der Formwahl zutage getreten ist, besteht in der Entscheidung für hohen Wert und Langlebigkeit. Bei den Oberflächen drückt sich dies etwa darin aus, dass High-Tech-Kunststoffe, Glas, Metall, Naturmaterialien und hochglanzlackierte Oberflächen verwendet werden. Oder eine Metallkante veredelt die Möbel, von der Küche (hier gehört sie zum künftigen Pflichtprogramm) über den Wohnzimmertisch bis zu den Sitzmöbeln. Zudem bereichern hochwertige afrikanische (oder afrikanisch anmutende) Hölzer in allen erdenklichen Schattierungen das aktuelle Repertoire der Designer. Besonders beliebt sind sie nun in Kombination mit grauem Filz und rotem Stoff oder Leder. Wohnlich dunkles Holz, kombiniert mit klassisch hochweißen, lackierten Oberflächen, hält auch in der Küche Einzug. Zuletzt bemerkenswert: leuchtend bunte Kunststoffe erobern die Küche.



