


Skulptural und reduziert - Formen in Köln
Ein Trend, der schon auf der Mailänder Möbelmesse 2002 zu beobachten war, hat sich auch in Köln gezeigt: reduzierte, skulpturale Askese in der Formensprache. Die aktuelle Geradlinigkeit und der Purismus eignen sich für Möbel, die oftmals sowohl im Arbeits- und Empfangsbereich als auch in der Wohnung eingesetzt werden können. Der Kubus-Sessel in unzähligen Ausprägungen ist heute im zeitlos eleganten Ambiente unverzichtbar geworden.
Ergänzend dazu zeichnen sich vor allem Sitzmöbel dadurch aus, dass ihre äußere klare, strenge, kubische Form in beziehungsreicher Spannung steht zu ihrer inneren weichen, fließenden oder auch skulpturalen Linie. Die Welle hat sich zu einer beliebten Assoziationsform entwickelt, sowohl gefangen in einem Rechteck (z.B. bei Einsitzern) als auch frei (z.B. bei Liegen).
Schlichte Formen und zurückhaltende Farben bedeuten aber keineswegs Langeweile. Die Überraschung entsteht aus versteckter Funktionalität - auch dies ein Trend, der zu entspannter Eleganz in Bescheidenheit führt. An vordergründigem Luxus besteht kaum Bedarf, stattdessen sind langlebige Werte und raffinierter Komfort gefragt.
Viele Unternehmen präsentieren Produkte, die die klassische Formensprache mit Zitaten aus den Erfolgen der Siebziger und Achtziger kombinieren.



