Das A’tolan House liegt an der Ostküste Taiwans.
A’tolan House: „ein Ort mit vielen Steinen“
Interior Design des A’tolan House
Designer Arthur Ho vom Create + Think Design Studio

13.02.2017

Herausragendes Design und seine Macher: das A’tolan House

Einmal im Jahr zeichnet die Jury des Red Dot Award: Product Design Objekte von hoher Designqualität aus. 2016 erhielten nur 1,5 Prozent der gesamten Einreichungen die höchste Auszeichnung “Red Dot: Best of the Best”. Das Create + Think Design Studio erhielt diese Auszeichnung für das A’tolan House.

Das A’tolan House liegt an der Ostküste Taiwans, wobei das Wort „A’tolan“ in der Sprache der dortigen Ureinwohner „Ort mit vielen Steinen“ bedeutet. Dies griff der Designer Arthur Ho auf und so dienten beispielsweise an Ort und Stelle ausgegrabene Steine als Grundlage für den Bau eines von Ost nach West laufenden Walls.  Ähnlich wie bei Reis-Terrassen reicht dieser über drei Ebenen. Das A’tolan House integriert sich hervorragend in die Natur und verbindet einen minimalistischen Grundriss mit traditionellen architektonischen Techniken aus der Region. Auch im Interieur wird das Prinzip der Natürlichkeit mit stringentem Purismus verbunden, so erfüllt es die Bedürfnisse der Bewohner nach Geborgenheit und Funktionalität.

Die Red Dot-Jury urteilte: „Das A’tolan House fasziniert mit einer Klarheit, die alle Bereiche gleichermaßen erfasst. Überzeugend bezieht seine Architektur vom Grundriss bis hin zu den gewählten Materialien die Umgebung und die Landschaftsstruktur mit ein. Das Interior Design ist funktional durchdacht und perfekt strukturiert. Licht und Luft können aus allen Richtungen ungehindert hindurchfließen und schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Erholung.“ Die herausragende Gestaltungsleistung wurde von Arthur Ho vom Create + Think Design Studio umgesetzt. Red Dot sprach mit dem preisgekrönten Macher aus Taiwan.

Red Dot: Welches Ziel verfolgten Sie bei der Gestaltung Ihres ausgezeichneten Produkts?
Arthur Ho:
Das Ziel war, mit äußerster Demut gegenüber der Natur vorzugehen, damit die Architektur sich den inhärenten Eigenschaften des Ortes unterwirft und sich dann symbiotisch in die Umgebung einfügt. Es geht um den minimalen Wohnbereich, der durch die Mindestanforderungen des Ortes bestimmt wird und so unbegrenzte Möglichkeiten erzeugt.

Warum sind Sie Designer geworden?
Ich fühle mich tief im Inneren dazu berufen.

Wie definieren Sie Designqualität?
Als elegante Realisierung einer Gestaltung, die zugleich ein umfassendes Verständnis der Funktion zeigt.