„A Difference in Making“ illustriert, wie der 3D-Druck es ermöglicht, Produkte in neuartiger Weise herzustellen (© Paolo Vergalito – Materialise)
Ein im 3D-Druck gefertigter Tisch (© Paolo Vergalito – Materialise)
„Making a Difference“ in der Umwelt (© Paolo Vergalito – Materialise)
3D-gedruckte Brillen (© Paolo Vergalito – Materialise)
Van Gogh aus dem 3D-Drucker (© Paolo Vergalito – Materialise)

28.09.2016

„Making a Difference / A Difference in Making” – 3D-Druck-Ausstellung im Red Dot Design Museum Essen

Noch bis zum 30. Oktober 2016 präsentiert das Red Dot Design Museum Essen die Ausstellung „Making a Difference / A Difference in Making”. Die Kollektion vereint wegweisende 3D-gedruckte Werke aus Kunst, Design, Technik und Wissenschaft. Die Werkschau wurde von Marta Malé-Alemany, Architektin und anerkannte Forscherin auf dem Gebiet der digitalen Fertigungstechniken, kuratiert und von Materialise, einem 3D-Druck-Unternehmen mit Sitz in Belgien, realisiert.

Ein Unterschied in der Herstellung

Die Ausstellung ist in zwei Hauptbereiche aufgeteilt. Der erste Bereich „A Difference in Making“ umfasst beeindruckende Designkreationen, mit denen die Materialmöglichkeiten, die mittels der Erfindung und Entwicklung der 3D-Drucktechnologie möglich wurden, ausgelotet wurden. Zu sehen sind unter anderem Werke bedeutender Designer wie Patrick Jouin, Iris van Herpen, Jan Wertel, Gernot Oberfell und Daniel Widrig.

Einen Unterschied machen

Der zweite Teil, „Making a Difference“, befasst sich mit drei verschiedenen kuratorischen Bereichen: „Umwelt“, „Individuum“ und „Gesellschaft“. Um Besuchern bewusst zu machen, inwieweit diese Technologie Menschen im Alltag bereits umgibt, werden im 3D-Druckverfahren hergestellte Objekte aus den Bereichen medizinische Implantate, Prothesen, Automobil- und Flugzeugteile, Möbelstücke, Haushaltsgeräte und vieles mehr gezeigt. In der Kategorie „Umwelt” werden sowohl Objekte präsentiert, für die das 3D-Druckverfahren genutzt wurde, um insbesondere Material und Energieressourcen einzusparen, als auch Gestaltungen, die die Frage beantworten, wie die 3D-Drucktechnologie selbst nachhaltiger und umwelttechnisch verantwortlicher eingesetzt werden kann.

3 Druck für Individuum und Gesellschaft

Die Kategorie „Individuum” illustriert, in welcher Form der 3D-Druck die Produktion individuell angepasster Objekte und Teile auf Grundlage persönlicher Daten ermöglicht. Die in dieser Kategorie ausgestellten Objekte beziehen sich auf die persönlichen Geschichten von Menschen, die mit dieser Technologie in Berührung gekommen sind, da sie eine individuelle Lösung für den Einzelfall bietet. Die Kategorie „Gesellschaft” des Bereichs „Making A Difference” zeigt verschiedene Wege auf, wie der 3D-Druck die Gesellschaft prägen kann. Auch hier zeigen die ausgewählten Projekte eine facettenreiche Perspektive bezüglich des Mehrwerts dieser Technologie und werfen zudem unausweichliche Fragen auf. Die Exponate befassen sich mit verschiedenen Themen wie dem Einsatz des 3D-Drucks zur Bewahrung unserer Vergangenheit und unseres zukünftigen Erbes, seine Rolle in der Wiederbelegung verloren gegangener Handwerke, seine Auswirkungen als wichtiges Instrument in der Emanzipation und sozialen Mitwirkungsmöglichkeit, sein Potenzial für die Verbesserung von Bildung und viele mehr.

Über 80 Exponate werden gezeigt

Besucher des Red Dot Design Museums sind eingeladen, die pluralistischen Aspekte des 3D-Drucks zu entdecken – eine Herstellungstechnologie, die es uns ermöglicht, Dinge einmal ganz anders zu machen. Überdies regt sie uns zum Nachdenken darüber an, wie der 3D-Druck Individuen helfen, sozialen Wandel ermöglichen und einen positiven Beitrag zur Umwelt leisten kann. Mit anderen Worten: welchen Unterschied der 3D-Druck machen kann. Die Ausstellung „Making a Difference / A Difference in Making“ vereint über 80 bahnbrechende 3D-gedruckte Werke aus Kunst, Design, Technik und Wissenschaft.

„Making a Difference / A Difference in Making”

bis 30. Oktober 2016
Red Dot Design Museum Essen
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

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