12.10.2005

red dot award: design concept 2005: und hier sind die Gewinner…

“Es gibt kaum geeignete Möglichkeiten, um Begabung mit Chancen und großartige Ideen mit Vermarktung zu verbinden. Der red dot design award: design concept würdigt und fördert das große Potenzial und die Schaffenskraft einer neuen Generation junger Talente, Designer und aufstrebender Designfirmen.“ Diese Überzeugung stand am Anfang des red dot award: design concept.

 

Nach nicht einmal einem Jahr Vorbereitung gab es schon einen ersten Wettbewerb und eine Entscheidung. Die Ergebnisse lassen voller Erwartung in die Zukunft schauen.

Während des Auswahlverfahrens kam es in der Jury zu einer hitzigen Debatte, in deren Verlauf mehrere wichtige Themen deutlich wurden. Es zeigte sich, wie wichtig es ist, Erfahrungen auszutauschen, die zusätzlichen Möglichkeiten eines einzigen Konzepts auszuschöpfen, den Raum zu nutzen und sich in der Technologie des Gebrauchsdesigns auf den neuesten Stand zu bringen.
 
Die Aktentasche „vouwkoffer“ von Melle Hammer hat die Jury durch ihr schlichtes Design beeindruckt. Die Frage: „Warum ist mir das nicht eingefallen?” drängte sich hier auf: ursprünglich ein flaches Stück Wellpappe, verwandelt es sich durch einfaches Falten in  eine elegante Aktentasche.

Das von den beiden russischen Design-Studenten Anton Beltiukov und Stanislav Karachentsev konzipierte „La“ besteht aus ausziehbaren Wänden und Möbeln, mit denen wir lernen, den Raum mit anderen Augen zu sehen, zu nutzen und einzurichten.
 
Mit dem Beitrag „Auf der Suche nach Identität“ hat Nikolai Cornell ein faszinierendes Multimedia-Navigationssystem geschaffen. Wir brauchen damit keine winzigen TV-Bildschirme mehr, die zu uns sprechen. Das lebensgroße, interaktive Multimedia-Navigationssystem wird das Aussehen von Road Shows und auch von Museumsausstellungen ändern.
 
Der in den USA lebende koreanische Designer Ahn Sang-Gyuen machte sich Gedanken, wie das Rad der Zukunft aussehen könnte. Dabei schaute er zurück in die Vergangenheit, und das Ergebnis ist eine erfrischend neue Erfindung. 
 

Martin Meier und Roger Bischof wollten den Catering-Service der Fluggesellschaften verbessern. Mit ihrer Idee einer ein- und aussteckbaren Bordküche sind Fluggesellschaften nicht mehr von einer einzigen Küchenfirma abhängig.

Es gibt nicht nur die jungen Kreativen, die in der Designwelt Akzente setzen, sondern auch Hersteller gut bekannter Marken, die sich ständig weiter entwickeln, da auch sie Design-Trendsetter sein wollen.


Asus Design gestaltet das intelligente Zuhause neu. Intel überrascht, indem es seinen weltberühmten Chip mit neuer Hardware umgibt. 

Das Innovation Design Center der Firmengruppe Lenovo vermeidet langweiliges Schwarz und gibt dem dem Retro-Look ein cooles Image. Die Änderungen sind keineswegs oberflächlich. Die Bildschirmanzeige bei Lenovos neuem Designkonzept hat seine Wurzeln in einer auf tausendjähriger Geschichte.

Philips Design zeigt, wie Lichter Stimmungen transportieren können und verschafft uns einen Einblick in die Ausstrahlung eines öffentlichen Raums.

Es gab in diesem Jahr zahlreiche hervorragende Produktanmeldungen aus 32 Ländern. Dabei handelt es sich nicht lediglich um Anpassungen aktueller Produkte, sondern tatsächlich um ganz neue Ideen. Es ist den aufstrebenden Designern gelungen, die Jury im ersten Wettbewerbsjahr in Erstaunen zu versetzen. Damit setzen sie die Messlatte für das kommende Jahr noch höher.
 
Am 17. November werden die Gewinner im neuen red dot design museum in Singapur gefeiert. Die Arbeiten, die einen Preis gewonnen haben, werden noch in derselben Nacht dort enthüllt werden. Die prämierten Arbeiten werden vom 17. November bis zum 16. Dezember 2005 in der Sonderausstellung „International Design Concepts 2005 – red dot award: design concept“ im red dot design museum in Singapur ausgestellt. Gleichzeitig wird das neue Jahrbuch International Design Concepts 2005 vorgestellt.
 
Ein Höhepunkt der Preisverleihung wird die Verkündung der Gewinner des red dot: luminary sein. Der red dot: luminary ist ein Sonderpreis für die beste Arbeit aus jeder Kategorie und ist mit 5000 Dollar dotiert.

Für den diesjährigen Wettbewerb red dot: best of the best winners wurden folgende Produkte nominiert:

· Auf der Suche nach Identität von Nikolai Cornell
· origa-Papierschnitt-Kleidung von Revital Kedmi
· Polo von Andrian Pranata und William Mathovani
· Aktentasche „vouwkoffer“ von Melle Hammer
· Touching Time von Paul Bosveld
· Umbrella, ein schattenfreies Lampensystem von Lu Zhi Ye
· Welche Utopie erzeugt die Technologie? Organhandel von Daphne Chan
· Yoga und Connection Touch vom Innovation Design Center der Firmengruppe Lenovo
· Freewill von Ahn Sang-Gyuen
· Gleitroller von Yong Jie Yu


Die Anmeldungen und Ergebnisse in diesem Jahr zeigen, wie sinnvoll und wichtig es war, den red dot design award: design concept zu schaffen. Für das Eröffnungsjahr wurden 638 Arbeiten aus 32 Ländern angemeldet. Davon haben 50 Designs einen red dot bekommen, 10 Arbeiten wurden mit dem red dot: best of the best ausgezeichnet. Für den red dot: luminary werden drei Gewinner an der Preisverleihung teilnehmen. Die Feierlichkeiten werden voraussichtlich bis in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages andauern.