smart fortwo coupé passion
Nach den Ideen und Anregungen der eingeladenen Journalisten skizzierten die smart Entwurfsdesigner Studien eines smart der Zukunft
Prof. Dr. Peter Zec

10.07.2006

smart design workshop im red dot design museum

Etwas Neues schaffen, ohne die Einzigartigkeit aufzugeben – eine extreme Herausforderung? Dieser Frage widmeten sich die kreativen Köpfe der Firma Daimler Chrysler, die vom 4. Juli bis zum 7. Juli 2006 im red dot design museum zu einem intensiven Workshop rund um den smart einluden.

Nach den Ideen und Anregungen der eingeladenen Journalisten skizzierten die smart Entwurfsdesigner Studien eines smart der Zukunft. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Vorträge von smart Designchef Hartmut Sinkwitz und Designexperte Prof. Dr. Peter Zec, Präsident des Weltdesigndachverbandes Icsid.

 

Gutes Design ist nicht unbedingt eine Frage von Schönheit. Gutes Design ist mutig und umstritten, es  berührt die Menschen emotional und wird nie langweilig. Diese Erkenntnis nutzten die Designer vor zehn Jahren bei der Entwicklung des klassischen smart „fortwo“. Ganz neue Wege wollten sie gehen, anstatt die formalen Gewohnheiten des Automobildesigns zu berücksichtigen. Mit dem smart wurde dabei nicht nur ein neues Automobilkonzept kreiert, sondern auch alle Rahmenbedingungen neu definiert. Der smart stellte von Anfang an die höchsten Anforderungen an die Designer, galt es doch, ein ganz neues, intelligentes Konzept automobiler Individualität auch formal „neu“ erscheinen zu lassen. Das Ergebnis ist ein originelles Design, mit dem sich der smart in den letzten zehn Jahren zum Kultfahrzeug entwickelt hat: Rund 750.000 Exemplare in 36 Märkten wurden bisher verkauft.   

Nach fast einem Jahrzehnt des smart „fortwo“ stellt sich den smart Designern die Aufgabe, wie man dieses Auto, dieses Konzept, seinen Charakter weiterentwickeln kann. Mut, Weitsicht und eine intensive Diskussion auch des kleinsten Details bedarf es bei dieser Aufgabe. Zu diesem Zweck luden die Automobildesigner des smart vergangene Woche zahlreiche Journalisten ins red dot design museum, um mit den Ideen und Anregungen der Nicht-Designer in einem inspirierenden Umfeld kreative Neuschöpfungen zu erarbeiten und zu diskutieren.

Als inspirierende Ergänzung zum Workshop referierte Designexperte Professor Dr. Peter Zec über die Dominanz der Form, die uns im alltäglichen Leben entscheidend prägt. Die gestalterischen Möglichkeiten seien dabei nahezu unendlich, und genau darin liege die Herausforderungen für die Designer, so Zec. Doch nichts sei auf Dauer so perfekt, dass es nicht noch verbessert werden könne. Gutes Design müsse ständig wieder von neuem bestimmt werden. Und genau dazu diente der smart design workshop, der in einer innovativen, kundennahen Herangehensweise eine Plattform für den kreativen Austausch und für eine intensive und erfolgreiche Arbeit bot. 

Das Spannungsfeld zwischen Inspiration und vielfältigen Anforderungen thematisierte nicht nur Hartmut Sinkwitz, Designchef von smart, in seinem Vortrag, dieses kreative Konzept wurde auch umgesetzt: Der kreative Umgang mit dem Input der geladenen Gäste in Kombination mit dem technischen Anspruch der Entwurfsdesigner ermöglichte ungewohnte Interpretationen und bündelte die Kreativität.