red dot: junior prize für „Typewriter“

Für die Nominierten des mit 10.000 Euro dotierten red dot: junior prize für Nachwuchsdesigner blieb es spannend bis zur letzten Sekunde, denn erst während der red dot gala wurde der Gewinner verkündet: Der Social Spot „Typewriter“ von Andreas Roth (Filmakademie Baden-Württemberg, im Auftrag der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte) setzt sich mit dem Thema der Meinungsfreiheit auseinander und beeindruckte die Jury mit seiner ebenso eindringlichen wie bedrückenden Dramaturgie.

 

Der Social Spot „Typewriter“, den Andreas Roth für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte kreiert hat, behandelt das Thema der Meinungsfreiheit und macht auf sehr eindrucksvolle Weise deutlich, wie riskant jeder geschriebene Buchstabe für einen Journalisten sein kann. Ein arabischstämmiger Mann setzt sich in einem verlassenen Fabrikgebäude an einen schlichten Holztisch mit Schreibmaschine, denkt einen Moment nach, legt ein Blatt Papier ein und beginnt zu tippen. Bereits mit dem ersten Buchstaben, den er tippt, fällt ein Schuss. Der typische Schreibmaschinenklang geht in immer lauter werdenden Salven des Kriegstreibens unter, bis auch der Mann getroffen wird. Er schreibt jedoch fieberhaft weiter, bis ihn der tödliche Schuss trifft. Sein Blick trifft den des Betrachters, er schließt die Augen, der Bildschirm wird schwarz und in weißen Lettern erscheint der Satz: „Freie Meinungsäußerung bedeutet für viele Journalisten immer noch den Tod.“

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