Besucher erkunden die Ausstellung
Tõnis Käo in der Ausstellung über sein Lebenswerk
„Tõnis Käo: ‚Design als Experiment‘, Retrospektive“ – eine Zeitreise im Produktdesign
Siemens-Haartrockner 2000
Das erste deutsche Tastentelefon, das Tõnis Käo 1970 gemeinsam mit Herbert Krämer für die Deutsche Bundespost entworfen hat

22.03.2016

Zeitreise im Produktdesign: Retrospektive „Tõnis Käo: ‚Design als Experiment‘“ nur noch bis 3. April im Red Dot Design Museum

Ultraflache Notebooks und Mobiltelefon-Ikonen? Tõnis Käo hat sie vorausgesehen – und gleich auch das erste deutsche Tastentelefon gestaltet. Nur noch bis zum 3. April 2016 gibt die Ausstellung „Tõnis Käo: ‚Design als Experiment‘, Retrospektive“ im Red Dot Design Museum Essen einen Überblick über das Lebenswerk des Systemdesign-Pioniers.

Meilensteine des Industriedesigns
Wer die Ausstellung „Tõnis Käo: ‚Design als Experiment‘, Retrospektive“ besucht, geht auf eine Zeitreise im Produktdesign – zurück zu den Ursprüngen unseres modernen Kommunikationszeitalters. Zu sehen ist unter anderem das erste deutsche Tastentelefon, das Tõnis Käo 1970 gemeinsam mit Herbert Krämer für die Deutsche Bundespost entworfen hat. Mit diesem hat der Gestalter unser Leben bis heute geprägt, denn der Meilenstein des Industriedesigns löste mit seinen Tasten die bis dahin etablierte Wählscheibe ab.

Design trägt zur Lebensqualität bei
Eine weitere Verbesserung der täglichen Lebensqualität bewirkte Tõnis Käo, der sich auch mit dem Design von Haushaltsgeräten beschäftigte, 1976 mit dem Siemens-Haartrockner 2000. Indem Käo den Griff diagonal positionierte, vereinfachte er die Handhabung für den Nutzer. Neben dem Original verdeutlicht das ebenfalls ausgestellte Modell des Haartrockners den gestalterischen Ansatz dieser Innovation: Käo hatte das Gerät auf seine grundlegenden geometrischen Formen reduziert.

Tõnis Käo: Gestalter der Zukunft
Theoretiker und Forscher, Designer und Visionär: Die Ausstellung „Tõnis Käo: ‚Design als Experiment‘, Retrospektive“ zeugt von der enormen Schaffensvielfalt des Entwerfers, der sich stets auf die Gestaltung der Zukunft konzentrierte. Sie dokumentiert neben dem Bereich des Produktdesigns sein Wirken in der Gestaltung technischer Arbeitsplätze, im Ausstellungs- und Grafikdesign.

Erstes gemeinsames Projekt mit Folkwang Universität der Künste
„Tõnis Käo: ‚Design als Experiment‘, Retrospektive“ ist das erste gemeinsame Projekt des Red Dot Design Museums und der Folkwang Universität der Künste. Die Ausstellung wurde 2014 vom Estnischen Designmuseum (Estonian Museum of Applied Art and Design) in Tallinn kuratiert. Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, das estnische Kulturministerium sowie Cultural Endowment of Estonia unterstützen die Ausstellung.


Über Tõnis Käo:
Tõnis Käo, geboren 1940 in Saaremaa (Estland), studierte von 1962 bis 1967 an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Nur zwei Jahre nach seinem Abschluss wurde er 1969 als Industriedesigner für Siemens in München tätig, ab 1983 leitete Tõnis Käo das Designstudio der Siemens AG. Von 1992 bis 2005 lehrte Tõnis Käo als Professor für Industrial Design an der Bergischen Universität Wuppertal. Von 2004 bis 2007 war er wissenschaftlicher Direktor des Bergischen Institutes für Produktentwicklung und Innovationsmanage-ment, von 2005 bis 2007 zudem Direktor des Alu-Scout Innovation Awards. Mit seiner Expertise hat er in den 1990er Jahren mehrfach als Jurymitglied zum Red Dot Design Award beigetragen. Tõnis Käo lebt in München.

Tõnis Käo: „Design als Experiment“, Retrospektive
Nur noch bis 3. April 2016

Red Dot Design Museum Essen
Welterbe Zollverein
Areal A [Schacht XII], Kesselhaus [A7]
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

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