„Akustik sehen – Rhapsody in Blue“
Sarah Müller während der Preisverleihung in Berlin zusammen mit dem Vorstandsvorsitzendem des Design Zentrum Nordrhein Westfalen Joseph Rohde (links) und Professor Dr. Peter Zec
Wie vom Komponisten intendiert, taucht der Betrachter der Publikation in die Stadt New York im Jahre 1924 ein
Das Musikstück wurde analysiert und in eine Reihe von grafischen Illustrationen übersetzt
Die mit Computertechnik generierten Notenlinien bilden die Basis der Grafiken
Die Arbeit in der Studioausstellung „Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2017“ im Museum für Kommunikation Berlin

13.11.2017

Das Unsichtbare sichtbar machen – Red Dot: Junior Prize 2017 für Sarah Müller

Am 27. Oktober wurden die Preisträger des Red Dot Award: Communication Design 2017 gefeiert. Die Preisverleihung im Konzerthaus Berlin war nicht nur für etablierte Gestalter spannend, sondern auch für den kreativen Nachwuchs. Mehrere Talente waren von der Red Dot Jury ausgezeichnet worden und hofften darauf, zusätzlich den Red Dot: Junior Prize zu erhalten. Umso größer war die Freude bei Sarah Müller von der Schule für Gestaltung Ravensburg, die die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für das beste Projekt eines Nachwuchsgestalters erhielt: „Es gibt natürlich nichts Schöneres, als wenn man für seine Arbeit eine solche Belohnung bekommt“. Sie hatte die Jury mit ihrem Buch „Akustik sehen – Rhapsody in Blue“ begeistert.

Ausgezeichnete Visualisierung von Musik
Das Buch thematisiert die Wahrnehmung und Wirkung von Musik sowie deren visuelle Interpretation. Ziel dieser Diplomarbeit war es, Musik in ihre strukturellen Bestandteile zu zerlegen, sie visuell zu untersuchen und so eine Möglichkeit zu bieten, Musik aus einem neuen und ästhetischen Blickwinkel zu betrachten. Die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin steht im Zentrum dieses Design-Experiments: „Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Musik und damit, was beim Musikhören passiert, wie sich der Zuhörer dabei fühlt. Ich wollte wissen, wie Musik aussieht und so kam die Idee zustande, das zu visualisieren.“

Das Musikstück wurde analysiert und in eine Reihe von grafischen Illustrationen übersetzt. Auf diese Weise kann der Leser während er die Musik hört das Stück Takt für Takt visuell verfolgen. Mit einem QR-Code und der Minutenangabe erhält er zusätzliche Informationen. Die mit Computertechnik generierten Notenlinien bilden die Basis der Grafiken und wurden nach den Parametern Dynamik, Rhythmus und Dramaturgie modifiziert. Wie vom Komponisten intendiert, taucht der Betrachter der Publikation in die Stadt New York im Jahre 1924 ein.

Red Dot: Junior Prize im Museum für Kommunikation Berlin ausgestellt
Die Jury würdigte die sehr analytische Herangehensweise der Newcomerin, die trotz stringenter Klarheit ein emotionales Erlebnis gestaltete und mit diesem das Unsichtbare sichtbar machte. Zu sehen ist die preisgekrönte Arbeit aktuell im Museum für Kommunikation Berlin. Bis zum 14. Januar präsentiert es die Studioausstellung „Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2017“. Einen vertieften Einblick in den State of the Art der internationalen Kreativszene gibt am 5. Dezember 2017 Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards. Unter dem Titel „Ikonen des Markendesigns“ lädt er zu einer Führung durch die Ausstellung ein.

„Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2017“
Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin bis 14. Januar 2018

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„Ikonen des Markendesigns“
Expertenführung mit Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Design Awards am 5. Dezember 2017, 17.30 Uhr

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