Während der Jurierung in der Kategorie „Automobile und Motorräder“ wird der Mülheimer Flughafen zur Rennstrecke
Die Juroren fahren und testen jedes eingereichte Auto
Martin Darbyshire und Vincent Créance testen den Mazda MX-5 RF
Red Dot Juror Lutz Fügener
Red Dot Juror Ken Okuyama während der Jurierung im Jahr 2016
Im Jahr 2017 erhielt der Ferrari GTC4Lusso einen Red Dot

20.02.2018

Der Mülheimer Flughafen wird zur Rennstrecke: Juroren testen Fahrzeuge

Es ist soweit: Die Anmeldephase des Red Dot Award: Product Design 2018 ist abgeschlossen und die Jury wartet auf ihren Einsatz. Die Juroren Lutz Fügener, Ken Okuyama und Martin Darbyshire freuen sich besonders auf die Bewertung in der Kategorie „Automobile und Motorräder“, denn sie dürfen die Einreichungen nicht nur ansehen, sondern auch testen. Am Flughafen in Mülheim an der Ruhr fahren die Experten für Transportmittel die Autos, testen die Multimedia- und Kommunikationseinrichtungen und werfen einen kritischen Blick auf ihr Innen- und Außendesign. Nach sorgfältigem Abwägen und kritischem Austausch miteinander werden die Einreichungen individuell bewertet.

Martin Darbyshire über die Bedeutung des Red Dot
„Zu jedem Zeitpunkt einer Karriere ist die Auszeichnung mit dem Red Dot für einen Designer etwas ganz Besonderes. Es gibt einem ein gutes Gefühl, zu wissen, dass die Kollegen einen für eine Auszeichnung als würdig erachten, vor allem für einen Red Dot, der in der Design- und Geschäftswelt solches Prestige genießt“, so der Designexperte Martin Darbyshire, der sich seiner Verantwortung als Juror bewusst ist. Der Gründer des Designberatungsunternehmens tangerine trägt mit seinem Fachwissen zum hohen Qualitätsniveau des Red Dot Award: Product Design bei. Mit preisgekrönten Lösungen begeisterten er und sein Team bereits zahlreiche, weltweit bekannte Kunden wie LG, Samsung, Hyundai, Toyota und Nikon.

Lutz Fügener: Design ist mehr als nur Ästhetik
Und auch Lutz Fügener verfügt über langjährige Erfahrung in der Designbranche. Sein Büro studioFT konzentriert sich auf den Bereich „Transportation Design“. Im Jahr 2000 wurde Lutz Fügener von der Hochschule Pforzheim auf eine Professur für Transportation Design/3D-Gestaltung berufen. Zudem ist er Leiter des Studiengangs für Fahrzeugdesign. „Meiner Meinung nach ist gutes Design eine symbiotische Synergie aus Funktion und Ästhetik“, so Fügener 2016 während der Jurierung. Damit betont er die Notwendigkeit, die eingereichten Fahrzeuge zu fahren, denn Design umfasst weitaus mehr als nur ihr schönes Äußeres.

Automobilexperte Ken Okuyama
Ken Okuyama darf sich ebenso wie seine beiden Kollegen auf die Jurierung der Fahrzeuge freuen. Er studierte Automobildesign am Art Center College of Design in Pasadena, Kalifornien, und war als Chief Designer bei General Motors, als Senior Designer bei der Porsche AG und als Design Director bei Pininfarina tätig. Okuyama zeichnete verantwortlich für den Ferrari Enzo, den Maserati Quattroporte und viele weitere Automobile. Sein eigenes Unternehmen KEN OKUYAMA DESIGN gründete der Gestalter im Jahr 2007. Auf die Frage, welche Entwicklungen er sich im Fahrzeug-Design für die Zukunft wünscht, antwortete er: „Durch einen Wechsel hin zu Elektromotoren oder einer anderen Energiequelle können die Proportionen eines Fahrzeugs komplett anders gestaltet werden als bei Autos mit Verbrennungsmotor.“ Und gerade dies würde die Jurierung für ihn so spannend machen, denn man treffe auf „unerwartete Ideen und Produkte“.

Veröffentlichung der ausgezeichneten Produkte und Ehrung der Sieger
Desiger und Unternehmen, die die drei Experten mit ihren Gestaltungen überzeugen konnten, dürfen sich auf die Preisverleihung am 9. Juli 2018 freuen. Ab diesem Tag werden sämtliche Siegerprodukte in der Online-Ausstellung sowie im Red Dot Design Yearbook zu finden sein.

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